Buchempfehlung: „Eine kurze Geschichte der Menschheit“

von | Jun 4, 2019 | 2 Kommentare

Gutes für den Gehirnmuskel

Willkommen an Sarah, unsere neue – und jüngsten – Autorin im Team von Lebens.Haus! Zum Einstand erzählt Sarah von ihrer aktuellen Lieblingslektüre.

Ein kurzer Überblick zum Buch

Yuval Noah Harari fasziniert mich mittlerweile schon mit dem zweiten Buch, womöglich vor allem deshalb, weil er mir mit jeder Zeile das Gefühl gibt, etwas Gutes für meinen Gehirnmuskel zu tun.

Nach dem mir der neueste Bestseller Hararis „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“, unverhofft auf Audible entgegengeflogen ist, und es mir geholfen hat, einen ganzen Wirrwarr an hilflosen Gedanken über die aktuellen Entwicklungen auf Erden zu entheddern, bin ich nun dabei, den Vorgänger „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ aufzusaugen.

In vier Teilen, auf gut 500 Seiten, schafft Harari die gesamte Geschichte des Homo Sapiens von Adam & Eva bis Apple & Edeka wiederzugeben. Dabei hält er die Waage zwischen wissenschaftlichen, evolutionsbiologischen Erklärungen und seiner eigenen Deutung, der Auswirkungen auf unsere heutige Gesellschaft. Vor allem Kritik an den menschengemachten Mythen, von Imperien, Geld bis Religion, kommen nicht zu kurz, immer auf pikante, doch nie auf unreflektierte Weise.

Vier Kerngedanken

Die vier Teile gliedern sich in die kognitive Revolution, die landwirtschaftliche Revolution, die Vereinigung der Menschheit und die wissenschaftliche Revolution. Um das nicht einfach so trocken stehenzulassen und Lust auf das Buch zu verbreiten – hier vier Gedanken, die ich bisher aus den jeweiligen Kapiteln mitgenommen habe:

  1. Der Mensch hat schon sehr früh in der Geschichte angefangen zu lästern. Es war sogar überlebenswichtig.
  2. Geschichte ist eine Reihung vorhersehbarer aber viel öfter total zufälliger, sogar äußerst unwahrscheinlicher Ereignisse.
  3. Es sind die gemeinsamen Mythen, die es dem Menschen möglich machen, heute in einer globalisierten Welt zu agieren. Dabei zählen Menschenrechte genauso wie die Kirche und Wirtschaftssysteme zum Inhalt menschlicher Vorstellungskraft. Alleine die passive Einigkeit, einer großen Masse an Menschen, macht die Mythen zum Teil der Realität und spricht ihnen unheimliche Macht zu.
  4. „Was wollen wir werden“ und nicht „Was dürfen wir nicht“ ist die Frage, die wir uns stellen sollten.

Wie wir zu dem geworden sind, was wir sind

Ein guter Freund, mit dem ich schon einige enthusiastische Gespräche über die Themen des Buches geführt habe, fasste den Inhalt ziemlich gut und simpel mit den Worten: „Es beschreibt einfach, wie wir zu dem geworden sind, was wir sind“ zusammen. Und „ Es sollte definitiv Pflichtlektüre sein“.

Der Autor stellt sich wichtige Fragen

Der israelische Autor Yuval Noah Harari ist heute Dozent der Fakultät für Geschichte der Hebräischen Universität Jerusalem und forscht zu Fragen, wie:

„Gibt es Gerechtigkeit in der Geschichte?“

„Sind die Menschen im Verlauf der Geschichte glücklicher geworden?“

oder:

„Welche ethischen Fragen werfen Wissenschaft und Technologie im 21. Jahrhundert auf?“

Auf die er dann wiederum in seinen Büchern Antworten findet und die Welt daran Teil haben lässt. Zudem gewann er einige Preise, unter Anderem für „Homo Deus“ den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis Handelsblattes für das nachdenklichste und einflussreichste Wirtschaftsbuch des Jahres 2017.

Im Endeffekt zählt jedoch, dass er mich persönlich überzeugt – und das tut er. Mit seiner sicheren Wortwahl, dem Intellekt der dahinter steht, dem Mut seine Wahrheit ungeschönt zu äußern und der Kritik an den viel zu kurz gedachten Handlungen von uns Menschen.

Die Geschichte begann, als die Menschen Götter erfanden, und wird enden, wenn die Menschen zu Göttern werden

Yuval Noah Harari.

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Sarah

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