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Einstein – eine Biographie

von | Jan 7, 2018 | 0 Kommentare

Von Lieblingsbüchern und Lesegenuss

Lebens.Haus und Freunde: Thomas Liehr stellt sein Lebens.Buch vor.

Was ist Dein Lebens.Buch?

Mein Lebens.Buch ist Einstein: Eine Biographie von Jürgen Neffe.

Was man schön immer über den zurecht als das prägende ‚Genie des 20. Jahrhunderts‘ bezeichneten Mensch Albert Einstein wissen wollte, erfährt man in diesem Buch. Zum einen wird sein Quereinsteigerweg in die Physik und Mathematik beschrieben, zum anderen sehr beeindruckend seine Schwierigkeiten dargestellt, ein funktionierendes Familienleben aufzubauen.

Auch die Geschichte wird erzählt, wie Albert Einstein nach seinem Tod sowohl Augen als auch Gehirn (gegen seinen Willen) entnommen wurden, und was damit geschah, ebenso wie er zu Lebzeiten das Weltbild der Menschheit komplett auf den Kopf stellte.

Einstein: Die Welt steht Kopf. via Wikipedia / NASA Commons

Letzteres tat er so gründlich, dass ihm in seinen letzten 25 Lebensjahren die zu ziehenden Schlussfolgerungen aus seinen Realtivitätstheorien (ja es sind zwei!) selbst zu weit gingen. Aus dieser Zeit stammt auch sein Ausspruch ‚Gott würfelt nicht‘ und viele leiten daraus ab Einstein wäre gläubig gewesen.

Was gefällt Dir an Deinem Lebens.Buch besonders?

Das Buch stellt klar, dass er hiermit nur sagen wollte: die von ihm aufgestellten und vielfach belegten Realtivitätstheorien letztlich das Prinzip von Ursache und Wirkung (insbesondere in der subatomaren Welt) aufheben, er sich damit aber nicht abfinden wollte.

Über Einstein und Gott schreibt Neffe:

Auch wenn fast niemand seine Gedanken nachvollziehen und die wahren Früchte seines jahrelangen heroischen Ringens um eine neue Ordnung des Kosmos wirklich genießen kann – einer wie Einstein, der muss, nachdem Nietzsche Gott längst für tot erk lärt hat, noch einmal mit dem „Alten“ gesprochen haben. So nennt er den Schöpfer manchmal, ohne eine Person zu meinen.

Aber Einstein hatte keinen persönlichen Gott. Er vermutete nur ein göttliches Prinzip hinter allem und wollte das in einer ‚Weltformel‘ finden – somit also einem Schöpfergott in die Karten schauen.

Und zum Schluss: Was kann ich als Leser daraus für mich mitnehmen?

Da Einstein auch ein ‚wissenschaftlicher Popstar‘ seiner Zeit war, hatte er auch ausreichend Gelegenheit sich über die Menschen, die er ohnehin nur schwer verstehen konnte, wie folgt zu erleben:

Die Menschen sind wie das Meer, manchmal glatt und freundlich, manchmal stürmisch und tückisch – aber eben in der Hauptsache nur Wasser.

Insgesamt ein sehr lesenswertes und spannend gegliedertes und geschriebenes Buch, wenn auch schon von 2005.

Thomas Liehr

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