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Schmunzel.Ecke – Vom guten Geschmack

von | Mrz 3, 2019 | 1 Kommentar

© www.Lebens.Haus

Leberknödelsuppe vom Feinsten

Alles eine Frage des guten Geschmackes

Es war einer jener Tage, an denen ich am Abend, nach einem vollen Bürotag, einen ganz bestimmten Geschmack im Mund hatte, der nach Realisierung strebte.

Es schmeckte nach Leberknödelsuppe und dieser Geschmack wollte mir nicht mehr aus dem Sinn.

Vor einigen Tagen in einem Landgasthof …

Dieser Geschmacksimpuls kam nicht von ungefähr. Meine Frau und ich waren einige Tage davor zum Mittagessen in einem Landgasthof ganz in unserer Nähe. Ich hatte mich dort auf Leberknödelsuppe zur Vorspeise gefreut. Aber, wie das Leben so spielt, just an diesem Sonntag war keine zu haben.

Mein Unterbewusstsein schien diese Entbehrung noch nicht ganz verkraftet zu haben, da es mir diesen Gedanken einige Tage später mit dieser Intensität in den Mund legte. Und so stand ich da, ganz alleine in der Küche:

  • unerfahren
  • willig
  • mit einem bestimmten Geschmacksbild im Gaumen.

Voller Abendtatendrang, der zum Gaumenvorgeschmack auf Leberknödelsuppe noch die Beigabe: „Ich schaffe das“ in mein Hirn ergoss.

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Mein ganzer Stolz – Meine erste Leberknödelsuppe

Ohne viel Federlesen machte ich mich ans Werk.

Es dauerte eine Weile, bis ich meiner Frau voller Stolz, ins Wohnzimmer, hinüber zurufen konnte:

„Meine Leberknödelsuppe ist fertig“

und natürlich kam direkt die Antwort meiner Frau aus dem Wohnzimmer:

„Ja, Aufgetaut und Aufgewärmt“

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Leberknödelsuppe in Erwartungsstarre und soooo gut …

Mein Lösungsansatz hatte sich also so zugetragen:

Da ich zwar ziemlich genau weiß, wie meine Leberknödelsuppe schmecken soll, aber nicht so genau, wie sich das zuträgt, dass es so schmeckt, wie ich es mir wünsche, bin ich in dieser Sache ziemlich abhängig von den Kochkünsten meiner Frau.

Und was Leberknödelsuppen anbelangt ist es jedes mal ein Volltreffer mitten hinein in meine Geschmackswelt.

Ich bin also in den Keller zur Tiefkühltruhe gewandert in der Hoffnung, dass da vielleicht noch eine Leberknödelsuppe in Erwartungsstarre darin wohnt.

Ich hatte Glück, auf einem der Gefrierbeutel stand gut lesbar Leberknödelsuppe. Mit dieser Beute bin ich dann in die Küche marschiert und habe mir einen Topf aus dem Schrank geholt und die Kostbarkeit langsam aufgetaut und erwärmt.

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Ein Siegesgefühl macht sich breit

Während die Starre im Topf langsam einem liquiden Zustand wich, gab die Erstarrung Grad für Grad die Klösschen frei.
Eine Duftwolken schwang sich mehr und mehr zu meiner Nase auf.
Mein Stolz wuchs mehr und mehr, so eine köstliche Suppe zubereiten zu können.
Dieses Empfinden steigerte sich, je weiter die Erwärmung fortschritt.

Es war dann meine volle Überzeugung, dieses Kunstwerk von Würze, Suppe und Klößchen perfekt zubereitet zu haben, bis eben dieses Wort „Aufgetaut und aufgewärmt“ aus dem Nachbarraum an mein Ohr drang.

Ich musste schmunzeln und möchte mein Rezept für Leberknödelsuppe mit euch teilen.

Zutaten und Zutuende

1 Gefriertruhe

1 Beutel mit der besten Leberknödelsuppe, gut beschriftet

1 Topf

1 Herd

10 Minuten Zeit zum Auftauen, Erwärmen und Umrühren

Die beste aller Frauen, die so was in den Gefrierschrank steckt

Fertig ist ein Leibgericht.

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Stefan Schuster
Lebens.Haus Team

Tatmensch, Visionär, Lebens-Architekt und Gestalter seiner Träume. Meditation, Spiritualität, Fotografie. Berührt von der Schönheit des Wahrnehmbaren und getroffen von dem, was Alles trägt.

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