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Schmunzel.Ecke – Zen im Schwimmbecken

von | Mrz 4, 2018 | 1 Kommentar

Mittwoch morgen

Der Wecker klingelt und es ist wieder soweit, es ist Mittwoch, mein Schwimmmorgen. Der Rucksack ist bereits am Vorabend gepackt und ich bin pünktlich um 5:35 Uhr im Auto. 15 Minuten Fahrzeit, 5 Minuten Weg, 5 Minuten auf den Einlass warten, mit einer Hand voll Frühaufstehern, die ins kühle Nass wollen.

Die Pforte öffnet sich. Wir können rein.

Bis ich umgezogen und über den Duschraum im Schwimmbecken bin sind schon sieben Schwimmer und Schwimmerinnen vor mir am Kraulen und Brustschwimmen oder in Rückenlage am Vorwärtskommen.

1000 Meter schwimmen und fünf Schwimmzüge Zen

Der Andrang ist heute nicht so groß, jeder hat ausreichend Platz für seinen Morgensport. Ich feile an meinem Schwimmstil und an meiner Geschwindigkeit. Ja, ich habe Fortschritte gemacht, dass kann ich mir attestieren. So gegen Ende des zweiten Drittels meiner Schwimmstrecke ereignet sich eine neue Erfahrung. Es fühlt sich gut an, so durchs Wasser zu gleiten und für ein paar Schwimmzüge möchte ich sogar noch weiter gehen, ich werde Eins mit dem Wasser und der Bewegung und dem Denken, ich bin das Schwimmen selbst. Es dauert nicht lange, vielleicht fünf Schwimmzüge, dann trennt sich mein Denken und Beobachten von meinem in mir sein, aber diese paar Züge waren echt, es war mein erstes Zen-Erlebnis im Wasser.

Mit dieser Erfahrung bereichert sind die nächsten 300 Meter ein Kinderspiel, auch wenn sich diese Einheit mit dem Wasser und mir nicht gleich wiederholt.

Fichte mit Moosbeeren

Die nächste Station ist, wie immer, die Sauna. Inzwischen weiß ich das Schild neben dem Zugang besser zu deuten. Fichte und darunter Moosbeeren steht da. Handschriftlich und mehrfach übereinander geschrieben, damit es lesbar wird. Ein süßlicher Duft empfängt mich gleich am Eingang zur Dampfsauna. Es duftet gut, auch wenn sich der Duft von Fichte und Moosbeeren bei mir eher wie Maracuja in der Nase anfühlt.

Der warme feuchte Nebel umgibt und löst mich. Eine echte Erholung.

Der Weg nach der Saunarunde ist mir ja schon vertraut.

Drei blaue Lichter

Ein Schwallstrahl im Aussenschwimmbecken massiert mir den Rücken. Ich genieße diesen intensiven Kontakt mit dem Wasser und halte dabei Ausschau nach Ereignissen am Horizont. Keine Sonne zeigt sich, kein Mond wandert vorbei. Und dann fällt mein Blick auf ein blaues Licht. Nicht irgendwo, sondern hier im Aussenschwimmbecken und gleich in dreifacher Ausfertigung verteilt in der Wand. Das Wasser erhält davon eine leichte Färbung und an der Wasseroberfläche bricht sich dieses Licht, wie in einem Prisma. Waren die Lichter schon immer da? Hab ich die einfach nicht gesehen?

Ich muss etwas schmunzeln. Da halte ich Ausschau nach den großen Lichtern und sehe die kleinen Lichter direkt vor meiner Nase nicht, oder nimm sie nicht wahr.

Was mag alles unter meinem Wahrnehmungs.Radar durchhuschen. Ich nehme mir vor mehr an dem Ort zu sein, an, dem ich bin. Zen im Schwimmbecken ist genau das: Ganz da sein in meinem Leben.

Kleine Alltags.Übung:

Ich nehme mir vor, heute Abend, wenn ich heim komme, ganz da zu sein bei meiner Familie. Es kann jeder Ort ein kleiner Übungs.Ort für mich werden.

Dein Schmunzeln im Alltag ist gefragt

Du bist herzlich eingeladen, Deine Erheiterungs.Erlebnisse aus dem Alltag an uns zu schicken. Wir werden in loser Reihenfolge die eine oder andere Geschichte dann gerne in unsere Reihe aufnehmen.

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Stefan Schuster
Lebens.Haus Team

Tatmensch, Visionär, Lebens-Architekt und Gestalter seiner Träume. Meditation, Spiritualität, Fotografie. Berührt von der Schönheit des Wahrnehmbaren und getroffen von dem, was Alles trägt.

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