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Mein Lebens.Buch: Keiner weiß es besser als der Mond (Buchholz/Krüger)

von | Aug 14, 2017 | 2 Kommentare

Mein Lebens.Buch

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Jeden Monat eine neue Frage – jede Woche eine individuelle Antwort: In dieser Reihe stellen wir Euch unsere liebsten Lebens.Dinge vor.

 

Was ist Dein Lebens.Buch?

Mein aktuelles Lieblings“büchlein“ – denn es ist eher ein schmales Buch, ist:

„Keiner weiß es besser als der Mond“.

Die 2001 erschienene Veröffentlichung einen bebilderten Gedichtband zu nennen, wird diesem allerdings nicht ganz gerecht.

Vielmehr standen zuerst die oft surreal anmutenden Mond-Bilder vom Maler und Illustrator Quint Buchholz am Beginn dieses Gemeinschaftswerks, bevor Autor Michael Krüger ganz eigene Worte zu den einzelnen Illustrationen fand.

Quint Buchholz Bilder zeigen Menschen in uns bekannten bis ungewöhnlich-surrealen Situationen der Nacht. Ob ein Paar, das gemeinsam den Vollmond betrachtet, oder ein Traumwandler als Seiltänzer auf dem Weg direkt zum Mond – all seine Darstellungen fesseln und faszinieren. Seine Arbeiten erinnern an die von Surrealisten wie René Magritte, versehen aber noch mit etwas Mondstaub und märchenhaften Momenten.

Michael Krüger schafft mit seinen kurzen poetischen Erzählungen, den Bildern weiter Tiefe zu geben. Die pointierten Texte weisen aber auch über die Bilder hinaus und machen den Assoziationsrahmen für den Betrachter und Leser größer. Sie verstärken die melancholische Anmutung der Illustrationen und stellen so ein enges Bedeutungsgeflecht im Wechselspiel mit der Bildvorlage her.

 

Was gefällt Dir an Deinem Lebens.Buch besonders?

Ganz besonders mag ich die dichte Atmosphäre, die auf jeder Doppelseite aus der Kombination von Text und Bild entsteht. Gefühle wie Faszination, Trauer, Hoffnung, Melancholie werden geweckt, in dem die kleinen Erzählstücke genau genug Rahmen geben, um das eigene Gedankenkarussel anzuregen, aber noch so viel Raum für eigene Projektionen und Vorstellungen offen lassen.

Doch die Nacht-Bilder sprechen auch schon für sich. Allein die Darstellung von Mensch und Gans am Steg, blickend auf einen See in der Dämmerung, während ein Vogelschwarm in der Ferne über den Himmel gleitet.

Zufälligerweise wollte bei meinem kleinen Buch-Shooting im Garten auch unbedingt ein weiteres Vogeltier mit aufs Bild!

 

 

Was kann ich als Leser daraus für mich mitnehmen?

Einen ungewöhnlich schönen „Gedichtband“ mit Texten wie:

Am Abend nahm ich die Gans

mit an den See. Wir sahen die Vögel,

die leise überm anderen Ufer kreisten,

den Mond und das stille Wasser.

Was sollte ich denken vor diesem Bild?

Bald würde es dunkel sein,

und kein Stern würde leuchten, die Finsternis

meiner kleinen Mitternacht zu mildern.

Eine poetische Text-Bild-Reise durch die Nacht, die Lust auf ein oder zwei Mondspaziergänge macht.

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Meike Schuster
Lebens.Haus Team

Kunst und Kreativität, Kultur und Alltag. Auf der Suche. Katzenmensch, All-interessiert, Tagebuch-Schreiberin.

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