Mein Lebens.Lied: Conception and the Funeral (Ben Kenney)

von | Jul 17, 2017 | 2 Kommentare

Mein Lebens.Lied

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Jeden Monat eine neue Frage – jede Woche eine individuelle Antwort: In dieser Reihe stellen wir Euch unsere liebsten Lebens.Dinge vor.

Was ist Dein Lebens.Lied?

Gitarrist bei den Roots. Bassist bei Incubus. Ein Soloprojekt, bei dem er alle Instrumente selbst einspielt und dann auch noch singt. Eine Art Renaissance Man der Musik – Ben Kenney. Conception and the Funeral vom 2006 erschienenen Album Maduro begleitet mich seit einem guten Jahrzehnt.

 

Welche Liedzeile bewegt Dich besonders?

I’ve always dreamt of something Beautiful

Between conception And the funeral

And I’ll wait

I spent a lot on something trivial

I couldn’t tell you

What was meaningful

Der Traum nach etwas Schönem, irgendwo zwischen der Zeugung und der Beerdigung. All die Zeit, die Ben Kenney (vielleicht) und ich (ganz sicher) mit Trivialem verbringen, passiv, träumend, wartend auf etwas Schönes. Das Zögern geht weiter:

You’re nervous

And you want to hesitate

Afraid the whole thing

Might be a mistake

Just let your heart do the thinking

Nervös, zögernd, Angst vor einem Fehler, sobald die Prokrastination ein Ende finden könnte. Was bei einem Musiker, der nicht so authentisch wie Ben Kenney wäre, schnell ins Klischee driften könnte, gefällt mir hier besonders: Just let your heart do the thinking. Danach löst sich der gordische Knoten wie durch einen Schwerthieb:

I’ve never been so sure

About anything in my life

I’ve never felt this way

About anything

Someday I’m gonna run away

With you

And if it’s only for a day or two

Then I’ll wait if that’s where I’ll find it

There isn’t anything I’d rather do

Um die eigentliche Frage dieses Kapitels zu beantworten: Die fettgedruckten Wörter sind es, die mich am stärksten berühren. I’ve never been so sure / About anything in my life / I’ve never felt this way / About anything. Die nachdrücklichsten, emotionalsten Zeilen in Conception and the Funeral haben Auf- und Ausbruchcharakter. Das Zögern und Zweifeln löst sich – und zwar nicht mit irgendwem, sondern mit Dir.

Was spricht Dich an Text und Melodie besonders an?

Das getragene, Melancholische. Die Suche nach irgendwem oder irgendwas. Der Traum von etwas Schönem, der uns alle – oder zumindest mich – durch das Leben begleitet. Und wie entschieden die Antwort dann doch kommt, nach allem Hadern und Herauszögern. Diese Gewissheit von Ben Kenney („I’ve never been so sure / About anything in my life“) zu erreichen, hat mich schon vor zehn Jahren fasziniert. Heute glaube ich genau zu wissen, was (oder wen!) er meint.

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Christopher Wilker
Lebens.Haus Team

Leben Heute & Morgen, Kulinarisches, Sportliches. Alltagsbeobachter, Genussmensch, Katervater und Sport-Enthusiast. Meditationsneuling.

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