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Leben im Jetzt – Leben im Hier: Die Nachbarschaft erwacht

von | Mai 19, 2018 | 3 Kommentare

Hallo Nachbar!

Im „Jetzt zu leben“ – das schreiben wir bei uns im Blog ganz oft. Aber wo ist dieses „Jetzt“ eigentlich? Wo steht unser Lebens.Haus? Unser Haus steht – jetzt ganz wortwörtlich – in unserer Nachbarschaft. Genau hier verbringen wir die meiste Zeit unseres Lebens. Deswegen finde ich zwei Sachen besonders wichtig: Dass Du Dich in Deiner Nachbarschaft wohl fühlst – und natürlich, dass es auch Deinen Nachbarn so geht!

Meike und ich sind seit fast vier Jahren in unserer schönen Erdgeschosswohnung im Bergischen Land – und könnten glücklicher kaum sein!

Von Düsseldorf nach LA

Vor unserem Umzug haben wir ein Jahr in Düsseldorf gewohnt. Richtig angekommen sind wir nie – vielleicht auch, weil wir wussten, dass es nicht für immer sein wird. Also sind wir von Düsseldorf nach LA gezogen. Klingt glamourös? War es für uns auch. Aber nicht, weil wir nach Los Angeles gezogen sind – so nennt sich nur unser Langenberg etwas selbstironisch. Aber Hügel gibt es hier auch. Auf einen haben Meike und ich uns niedergelassen.

Wie schön es hier manchmal sein kann, habe ich schon einmal versucht, in Worte zu fassen:

Am 28.09. ist den USA Tag der Nachbarschaft. Auch wenn sich die Vereinigten Staaten aktuell nicht ganz so vereinigt oder gar nicht nachbarschaftlich geben, hat die Nachbarschaft per se einen Ehrentag verdient. Auch bei uns in Langenberg gibt es den einen oder anderen Zaun, der Grenzen aufzeigt. Bezahlen tut das aber jeder für sich. Und illegales Übertreten wird auch nicht mit Ausweisung bestraft. Nicht für Echo, nicht für uns.

So trifft man sich hier gerne zu Spieleabenden, zum Pilzesammeln oder zum Fachsimpeln über die diesjährige Gemüseernte. Da kann es dann schon einmal passieren, dass man mit leeren Händen vorbeikommt und mit einer großen Portion Mangold von den einen und einer handvoll Tomaten von den anderen Nachbarn nach Hause kommt.

Gemeinsam mehr schaffen

Ich rechne gerne in Olympiaden oder Fußball-WMs zurück. Ziemlich genau seit einer WM sind wir also in Langenberg. In diesen vier Jahren gab es viele Nachbarschaftsfeste. Alle bringen etwas mit – gute Laune, Kaltgetränke, Grillgut – und wir treffen uns an und in unserer „Nachbarschaftsgarage“.

Die Nachnamen habe ich digital ausgewischt 🙂

In der Nachbarschaftsgarage gibt es ein Whiteboard zur lokalen, analogen Partyplanung. Mittlerweile gibt es sogar eine WhatsApp-Gruppe mit weit über 20 Teilnehmern! Besonders begeistert hat mich die letzte Nachbarschaftsfeier.

Pünktlich zum Mai, wo alles blüht, soll auch alles summen und brummen. Damit das so bleibt, haben wir genau das zum Thema gemacht: Eine Infrastruktur für unsere Bienen, Hummeln & Co zu bauen. Wie die Hauptinitiatorin und Garagenspenderin klug bemerkt hat:

Wir können nicht immer darauf warten, dass die Politik unsere Probleme löst. Manche Sachen müssen wir einfach vor Ort selbst angehen!

Topfen & Tauschen

Also haben wir es getan. Wir haben viele blühende Pflanzen & Blumen getauscht und eingetopft, damit unsere Bienen eine Straße durch unsere Nachbarschaft finden. Auch für den eigenen Gartengenuss war es die perfekte Party: Tomatenpflanzen werden hier gegen Bohnensetzlinge getauscht, während wir uns bei prallem Sonnenschein über die aktuellen Ereignisse in unserer Langenberger Siedlung austauschen. Nebenbei haben wir Insektenhotels gebastelt, damit es auch bezahlbaren Wohnraum gibt!

Was Du für eine aktive Nachbarschaft tun kannst

Es gibt Wohngegenden, in denen man den direkten Nachbarn vielleicht noch mit Nachnamen kennt – und dann hört es schon auf. So etwas wollten wir – gerade nach der Zeit in Düsseldorf – eigentlich nicht. Nach wenigen Tagen in LA wurden wir zu einer Willkommens-Grillwurst bei den Nachbarn quer über den Kompost eingeladen. Eine kleine Geste mit großen Folgen! Seitdem versuchen wir, wenn es geht, einen guten Mittelweg aus Geben-und-Nehmen zu finden. Geld ist eine gute Erfindung, aber für eine aktive Nachbarschaft nur bedingt sinnvoll. So gebe ich Nachhilfe beispielsweise im Austausch gegen ein paar frische Bioeier vom Nachbarn – oder gegen einen frisch gemähten Rasen.

Um noch einmal auf den Gedanken „Leben im Jetzt“ zurückzukehren: Auch in unserer Nachbarschaft gibt es ein Kommen und Gehen. Nicht alle Beziehungen sind für immer. Die Verbindungen, die halten sollen, tun es auch. Derweilen leben wir im Hier!

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Christopher Wilker
Lebens.Haus Team

Leben Heute & Morgen, Kulinarisches, Sportliches. Alltagsbeobachter, Genussmensch, Katervater und Sport-Enthusiast. Meditationsneuling.

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