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Sauerkraut im Glas selber machen

von | Okt 28, 2018 | 0 Kommentare

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Sauerkraut im Glas selber machen

für den kleinen Haushalt

Sauerkraut im Glas, ein Spass für Genießer

Sauerkraut fermentieren für den kleinen Haushalt oder einfach mal zum Ausprobieren ist eine feine Sache und schmeckt sehr gut.

Wer bisher noch gezögert hat, der ist jetzt eingeladen seine Sauerkrautgläser selber zu machen. Es ist nicht nur ein Genießerspass, es ist auch ein bisschen Ursprünglichkeit jenseits der Versorgung aus dem Supermarkt, der in den eigenen Gläsern mit dem Sauerkraut Einzug bei Dir hält.

Dabei kommt es nicht auf große Mengen an.

Ich habe bereits in meinem letzten Artikel “Sauerkraut selber machen – so wie früher“ davon geschrieben, dass neben dem Einmachen in größeren Tongefässen auch kleine Mengen Sauerkraut verarbeitet werden können.

Heute beschreibe ich, wie es geht.

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Was brauchst Du zum Sauerkraut selber machen im Glas

  • ein oder mehrere Köpfe Weißkohl
  • Einmachgläser je nach Kohlmenge
  • ein scharfes glattes Messer oder einen geeigneten Krauthobel
  • ein Holzbrett
  • einen kleinen Holzstampfer (können auch die eigenen Hände sein)
  • Gewürze (Lorbeerblätter, Wacholder, Kümmel)
  • Salz (siehe Exkurs am Ende des Textes)

So gehst Du beim Sauerkraut selber machen vor

  • Das Weißkraut bitte nicht waschen (siehe meine Erklärung zu den Milchsäurebakterien im Sauerkraut selber machen – so wie früher)!
  • Die äußeren Blätter entfernen
  • die nächsten schönen Kohlblätter ablösen und bei Seite legen, diese brauchen wir zum Schluss für die oberste Krautschicht abzudecken
  • Dann das Kraut vierteln und in feine Streifen schneiden oder hobeln
  • Anschließend in einer Schüssel das Kraut mit Salz (10g Salz = ein gestrichener Esslöffel für ein kg Weißkohl) vermengen und mit den Händen durcharbeiten bis Saft austritt und es glänzend wirkt.
  • Danach schichtweise in das sehr saubere Glas füllen und feststampfen z:B. mit einem kleinen Holzstampfer ( dies ist bei mir ein kleiner Holzquirl) oder einfach mit der Faust solange drücken bis der Sauerkrautsaft das gequetschte Kraut überdeckt
  • Zum Schluss ganze Krautblätter obenauf legen und mit in den Saft drücken und diese beschweren z.B. mit kleinem säurefesten Tonschälchen
    (ich habe es dieses mal ohne probiert, jedoch noch mit Salzwasser aufgegossen, damit wirklich alles restlos bedeckt ist).

www.Lebens.Haus – Bilder aus einem alten Kochbuch

Das Glas jetzt fest verschließen

Das Glas mit einem Gummiring (siehe Bild) fest verschließen und bei Zimmertemperatur (20°-22°) für zwei Tage am besten in einen Teller stellen, weil Flüssigkeit austritt wenn es zu gären beginnt.

Dann für circa zwei Wochen bei 15°-18° zwischenlagern.

Zur dauerhafte Lagerung werden die Sauerkrautgläser dann bei 2°-10° (z.B. im Keller oder im Kühlschrank) kalt gestellt.

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Exkurs zu Milchsäurebakterien und ihre Aufgabe beim Sauerkraut selber herstellen

Die Zugabe von Salz bewirkt beim Pressen und Stampfen den Austritt des Zellsaftes aus dem Kohl. Der Zucker, der im Kohlsaft enthalten ist, bildet den Nährboden für die Milchsäurebakterien.

Die Aufgabe des Salzes ist es, das Kraut solange vor dem Verderben zu schützen, bis sich Milchsäure ausreichend gebildet hat.

Dieser scheinbar einfache Vorgang ist ein wirkungsvoller biologischer Prozess, der uns das Sauerkraut über längere Zeit haltbar macht.

Auf das eigene Sauerkraut warten

Die Aromabildung des eigenen Sauerkrautes braucht je nach Kohlart ihre Zeit. So ist der Sommerkohl nach der Lagerung bereits nach etwa 14 Tagen gebrauchsfertig. Beim Winterkohl sollte man vier bis sechs Wochen Lagerzeit einrechnen.

Du kannst das Kraut schon mal nach der benannten Lagerzeit probieren. Möchtest Du den Geschmack säuerlicher, dann schließe das Glas wieder und lass es noch länger lagern. Mit der Zeit nimmt der Säuregehalt zu.

Ich wünsche Dir für Dein selber hergestelltes Sauerkraut einen guten Appetit.

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Elke Schuster
Lebens.Haus Team

Auf dem Weg. Aphorismen, Rat & Tat. Lebensraum- und Natur-Gestaltung. Meditation und Glaube. Der einzelne Mensch erfährt sich in der direkten Zuwendung und Wertschätzung als Persönlichkeit.

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