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Holländische Gastfreundschaft: Hausboot und Hausbrot

von | Dez 10, 2017 | 1 Kommentar

Ein Wochenende in Amsterdam bei Brot und Wasser

Made my Day – eine besondere Alltagssituation, die das Leben und den Tag besser macht.

Mehr als dreißig Jahre habe ich gebraucht, um es bis nach Amsterdam zu schaffen. Seit etwa 10 Jahren plane ich aktiv, endlich die größte Stadt der Niederlande zu bereisen. Aber das Warten hat sich gelohnt – dank Hausboot und Hausbrot!

Unser Hausboot „Antonia“

Salz und Brot: Die Gegenstand gewordene Gastlichkeit

Im Grunde genommen hatten wir zwei Gastgeberinnen: Silvia, unser AirBnB Host, und Antonia, unser Hausboot.

Nach einer herzlichen Begrüßung von Silvia und anschließender Begehung von Antonia habe ich mich gleich wie zuhause gefühlt – was doch eigentlich gar nicht so leicht ist, auf einem Boot mitten in einer ausländischen Metropole.

Gemütlich, warm, größer als gedacht – und dann noch ein prall gefüllter Kühlschrank. Für mich ebenfalls wichtig: Es gibt Kaffee, so viel ich mag!

Einer der Höhepunkte war für mich, dass es frisches, selbstgebackenes Brot nach Silvias Hausrezept gab. Es war sogar noch etwas warm.

Brot und Salz – das ist das traditionelle Zeichen für Gastfreundschaft. Nicht umsonst ist im wohl bekanntesten Gebet das „täglich Brot“ von zentraler Bedeutung:  „Bei verschiedenen Völkern spielte der gemeinsame Verzehr der beiden Grundnahrungsmittel im Zusammenhang der ‚Idee des Gast-, Schutz- und Freundschaftsrechtes‘ eine große Rolle.“, heißt es auf Wikipedia dazu.

Brot und Salz, Gott erhalt’s

… der Vorgänger zu „Hopfen und Malz Gott erhalt’s 🙂

Das Salz habe ich übrigens auch gefunden. In meiner ersten Tasse Kaffee konnte ich es auch eigentlich gar nicht „überschmecken“. Ganz offensichtlich habe ich das Salz mit dem Zucker vertauscht. So ganz zuhause ist man dann eben doch nur zuhause.

Unser Hausbrot. Nicht im Bild: Unsere Vorfreude auf das Frühstück, für das wir das Brot aufgespart haben

 

So lange geplant, so schön, so schnell vorbei!

Ein Wochenende im Amsterdam mag man zwar 10 Jahre geplant haben. Vorbei geht es dann aber wie im Flug:

– Mörderische Fahrradfahrer, von den Einheimischen gerne als „Killer Bees“ bezeichnet

– Die beste Städtetour, an der ich jemals teilgenommen haben

– Marktbesuch, Rijksmuseum, schöne Cafés

– Kulinarische Genüsse: Den obligatorischen Gouda, Erwtensoep, Berenhap und natürlich unser Hausbrot!

– eine Grachtenfahrt

– viele kleine nette Begegnungen, die mir die Stadt sofort sympathisch gemacht hat!

 

Die einzige Hausregel: Einmal Umarmen

So schnell geht es dann auch wieder vorbei, so ein Kurztrip nach Amsterdam.

Das leckere Brot haben wir von Anfang an wir rationiert, damit wir auch am Sonntag noch ein leckeres Frühstück haben. Kurz vor der Abreise haben wir unser Hausboot in Ordnung gebracht.

Ein letzter Blick in den Brotschrank hat mich dann doch überrascht: Da hat uns doch ein holländisches Heinzelmännchen das nächste selbstgebackene Brot bereitgestellt. Wir hätten uns also gar nicht zurückhalten müssen.

Bei Wohnungsboots-Übergabe haben wir uns für das leckere Brot bedankt.

Silvia bedankt sich zunächst für das Lob. Doch dann sagt unsere Gastgeberin mit ungewöhnlich ernster Miene:

Ich habe nur eine Hausregel.

Haben wir etwas falsch gemacht? Vergessen abzuschließen? Waren wir zu laut? Haben wir genau diese eine Hausregel gebrochen?

Vor der Abreise müsst ihr mich alle noch einmal Umarmen!

Das Brot haben wir mit in die Reisetasche gepackt. Am Montag haben wir den Rest gegessen und noch einmal das schöne Wochenende revue passieren lassen..

Schon am Dienstag haben wir frischgebackenes Brot vermisst.

… und deswegen haben wir einfach unser eigenes Hausbrot gebacken!

Made my day!

 

 


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Christopher Wilker
Lebens.Haus Team

Leben Heute & Morgen, Kulinarisches, Sportliches. Alltagsbeobachter, Genussmensch, Katervater und Sport-Enthusiast. Meditationsneuling.

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