Mein kreativer & flexibler Arbeitsplatz zu Hause

von | Mrz 4, 2019 | 1 Kommentar

Das kleine persönliche Atelier hat überall Platz!

Für meine Serie über Künstler und deren Ateliers für die Tageszeitung WAZ Velbert besuche ich aktuell Menschen an ihrem kreativen Schaffensplatz. Ich blicke dabei in tolle Ateliers und Werkstätten. Doch nicht jeder kann sich ein ganzes Zimmer der eigenen Wohnung für die Kunst reservieren – oder gar ein Atelier mieten. Wie man seinem künstlerisches Gestalten trotzdem Platz und Raum geben kann, liest Du hier!

In meinem Artikel Was brauche ich für meine Kunst? habe ich bereits über verschiedene Materialien und künstlerischen Bedarf geschrieben, der für den Einstieg in die Malerei oder Zeichnung als Ausstattung super geeignet ist. Doch gerade, wenn man mehrere Gestaltungs-, Mal- und Bastelleidenschaften hat, häuft sich über die Zeit auch die Ausstattung und das Material an. Und dann wohin damit? Möglichkeiten zum praktischen Verstauen und einen kleinen, aber flexiblen Arbeitsplatz gibt es fast in jeder Wohnung.

Was sich für mich bewährt hat: Aufbewahrungsmöglichkeiten

Kisten, Kistchen und Kästchen

..gefüllt mit (sortiertem) Material. Dafür eignen sich die kleinen Kartons, Körbe oder Schmuckkästchen, die man so hat. Stifte, Farben, Kleber, Pinsel usw. nach Verwendungszweck gesammelt, sieht man erst mal, was man eigentlich alles an Material hat. Oft ist es nämlich überraschend viel, was sich da in den Schubladen und Ecken der verschiedenen Zimmer angesammelt hat.

..voll mit einzelnen Projekten (nach Themen oder Zweck geordnet) So kann es mit dem Herbeiholen einer Kiste auf den Schreib- oder Küchentisch direkt loslegen. Sofort ist all das Material da, was man für ein bestimmtes Projekt braucht. Und auch der Arbeitsprozess ist klar beendet, wenn die Farben und Papiere wieder in der Kiste liegen. Oft tut es richtig gut, das Kunst-Chaos wieder wegzuräumen und nicht ständig vor Augen zu haben.

Schnipsel und Collage-Material in einer Metallbox: Überall zu benutzen – auch auf dem Rasen!

Wo ich die Kisten und Kästchen finde: … zu allererst in der Post: Die zahlreichen Pappböxchen und Boxen die von Paketen stammen, haben die verschiedensten Größen und so ist für jede Verwendung etwas dabei. Vor allem, wenn man sich die Zeit nimmt, um die Boxen noch selbst anzumalen oder zu bekleben.

Dann zweckentfremde ich liebend gerne Geschenkdosen, Schmuckdosen, hölzerne Weinkisten und alte Blechdosen, die ich auf dem Flohmarkt finde. Darin aufgehoben sehen meine Kunstschätze und -materialien besonders nett aus. Und verschwinden gar nicht verschämt hinter Schranktüren, sondern stehen stolz als Kistentürmchen im Wohnzimmer (sie dienen dort sogar noch als Raumschmuck). Denn dort habe ich auch meine Arbeitsecke: Ein großer Tisch, der auch als Schreibtisch fungiert, bildet das Zentrum. Dem Bücherregal dahinter habe ich zwei Schrankfächer für meinen Zeichen und Materialbedarf abgeluchst. Dazu lagere ich größere Leinwände, Zeichenblöcke oder Papier in einem Regalfach im Keller. Das wars.

Schreibtisch und Küchentisch als temporärer Arbeitsplatz

Der Schreibtisch wird dank der herbeigeholten Kunst-Kisten und Boxen schnell zum Werk-Platz und ich bin gleichzeitig mitten im Geschehen: Mann und Kater befinden sich in nächster Nähe auf der Couch. Da genieße ich es fast, mich nicht in mein eigenes (Kunst-) Zimmer zurückziehen zu „müssen“.

Auch wenn nur der Küchentisch als Arbeitsfläche zur Verfügung steht, kann man ähnlich vorgehen: Die Projektkiste hergeholt, etwas Zeitungspapier untergelegt und schon kann es losgehen. Mit etwas Sorgfalt können auch großformatige Leinwände auf dem Küchentisch bemalt werden. Zum Trocknen dann einfach oben auf einen Schrank legen!

Tipps und Tricks:

Wer keinen Platz für eine große Staffelei hat, kann sich kleinere und platzsparende Tischstaffeleien anschaffen oder sogar selber bauen!

Ein beweglicher Schreibtisch mit Rollen kann überall sein zu Hause finden und bei Nicht-Gebrauch zur Seite geschoben werden. Noch raumsparender verhält sich die ausklappbare Variante, für die sich schon ein mit Scharnieren befestigtes Holzbrett an der Wand eignet.

Die eigenen, auch räumlichen Beschränkungen als eine kreative Challenge zu sehen, ist eine gute Möglichkeit, scheinbare Hindernisse zur Herausforderung zu machen. Kurz: eigene Widerstände produkitv zu machen. Und daran kann man doch eigentlich nur wachsen.

 

Meike Schuster on FacebookMeike Schuster on Instagram
Meike Schuster
Lebens.Haus Team

Kunst und Kreativität, Kultur und Alltag. Auf der Suche. Katzenmensch, All-interessiert, Tagebuch-Schreiberin.

GRATIS E-Magazin mit Deiner Newsletter-Anmeldung!

Abonniere unseren monatlichen Newsletter hier - als Dankeschön gibt es das kostenlose Lebens.Haus Magazin! 86 Seiten vollgepackt mit spannenden Themen.

Vielen Dank - Du hast den Lebens.Haus Newsletter abonniert!