MENUMENU

Meditatives Malen: Ausmalen und Mandalas

von | Aug 31, 2018 | 0 Kommentare

Meditatives Malen

Übungen, Anleitungen und Tutorials, die inspirieren wollen zum künstlerischen Arbeiten. Guck doch auch gerne einmal in meine Facebook-Gruppe: Kreativ Malen und Zeichnen lernen!

Was ist meditatives Malen?

Was ist meditatives Malen für mich? Fast jeder Vorgang künstlerischer Gestaltung hat für mich meditative Elemente. Schon in meiner Kindheit und Jugend war das Zeichnen und Malen für mich ein Rückzugsort und schaffte damit einen Raum nur für mich. Mich konzentriert und über Stunden kreativer Gestaltung zu widmen ist und war für mich der Inbegriff von Zufriedenheit und Glück. Den eigenen Stimmungen, der Fantasie und den Vorstellungen freien Lauf zu lassen und sich auf eine kreative Reise zu begeben, so kann ich mich verwirklichen. Die liebste Begleitung dabei: eine Tasse Tee, Musik oder ein Hörbuch.

Bei diesen Gedanken zu meinen besonderen Kunst-Momenten fällt mir sofort das Flow-Erlebnis ein, von dem Christopher einst in „Mit Achtsamkeit in den Flow“ schrieb:

Unsere Sorgen um uns selbst verschwinden: Im Flow gehen wir voll und ganz in unserer Tätigkeit auf. Ich glaube, dass hier der Glücksfaktor im Flow versteckt ist. Ganz auf die Tätigkeit fokussiert, die unmittelbare Ergebnisse zeigt, vergessen wie uns selbst und unsere Sorgen!“

Einfach wild und mit viel Farbe loslegen – auch das kann meditatives Malen sein.

Dieses intensive Versunken sein in eine Tätigkeit, die eigene Welt, sind für mich wesentliches Element eines meditativen Momentes. Auch der Rahmen dabei ist wichtig: Allein und in der Stille – vielleicht mit entspannender Hintergrundmusik, kann man gut in „tiefere Schichten“ seiner selbst dringen. Denn darum geht es ja bei der Meditation: Darum, sich selbst besser kennenzulernen, mit sich in eine Art Zwiegespräch gehen und schließlich ganz ohne Gedanken einfach nur da zu sein.

Malerei und Zeichnung können uns dabei helfen, abzuschalten und eine neue, eigene Welt zu betreten. Dabei ist auf der einen Seite gar nicht wichtig, mit welchen Motiven, Formen oder Farben wir uns beschäftigen, denn der Prozess des Malens steht zunächst im Vordergrund. Beim zweiten Blick, ist aber doch spannend, für was und welche Darstellung wir uns entscheiden.

DENN UNSERE MOTIVAUSWAHL, DIE FARBEN UND FORMEN, DIE WIR ZEICHNEN ODER MALEN, KÖNNEN UNS VIEL ÜBER UNS SELBST ERZÄHLEN.

Doch ist es wirklich ganz egal, was ich zu Papier bringe?

Sicherlich gibt es Motive oder Bildentwürfe, die sich besser eignen als andere. Um genaues Abmalen und -zeichnen, Nachmessen und Ausbessern sollte es in einem Moment des meditativen Malens nicht unbedingt gehen. Denn bei diesem Vorgang ist der Verstand hellwach und die Frustration oft nah (wenn die Linien dann doch nicht so verlaufen, wie sie sollten).

Was sich eignet, sind daher Gestaltungen, bei denen wir ganz intuitiv vorgehen und zu Stift oder Pinsel greifen können, wie:

  • Mandalas: Mandalas sind ein altes Hilfsmittel zur Meditation und haben ihren Ursprung in der indischen und tibetischen Tradition. Christliche Überlieferung und Geschichte zeigt uns außerdem die Rundbilder und Fensterrosetten in mittelalterlichen Kirchen. Teil unserer Kultur sind die oft symmetrischen Mandalaformen also schon seit Jahrhunderten. Dabei gilt der Kreis als die typische Form. Denn darin finden wir immer eine Mitte und im Prozess des Ausmalens hoffentlich zu unserem eigenen inneren Zentrum.

Der Lebens.Blick – ein Ausmalbild von Mir entworfen und zu finden bei unseren Downloads

„Wer sich aufmerksam in der Natur umsieht, wird überall Mandalas entdecken: von kreisenden Atomen über die Grundstruktur unserer Zellen bis hin zu Planten und ganzen Galaxien. Unser Auge – selbst ein Mandala – sieht es in Schneeflocken, Blüten und in den Jahresringen der Bäume, erlebt es als ewigen Wechsel von Werden und Vergehen. Überall lassen sich Mandalas erkennen. Aus einem ewig unbestimmten Anfang entfaltet sich alles, was ist. “

Breitbart und Holitzka

  • Ausmalen: Ausmalbilder haben ähnliche Effekte (wie Mandalas) auf unsere Konzentration und unsere Suche nach der Ruhe in uns selbst. Beim Ausmalen widmen wir uns ganz bewusst einer einfachen Tätigkeit, dürfen uns mit Farben ausdrücken, aber können dabei Kopf und wirre Gedanken abschalten und einfach sein. Probier es doch einmal selbst: Hier unsere vier Ausmal-Vorlagen für Dich: Der Lebens.Baum als Ausmalbild, der Lieblingsort Wald und das Kreative Chaos sowie der Lebens.Blick.
  • Abstrakte oder einfache Formen: ..wie der Kreis oder die Spirale eignen sich toll um sich kreativ auszudrücken und im wahrsten Sinne des Wortes eigenen Lebens.Linien nachzugehen. Oder einfach mit Pinsel und Farben wild zu experimentieren. Dabei gilt es ganz präsent zu sein, bei jedem einzelnen Stift- oder Pinselstricht. Alle Aufmerksamkeit des Moments in diesen Vorgang des Farbauftrags zu legen.
  • Bäume und einfache natürliche Formen: ..eignen sich für jeden, der gerne gegenständlich arbeitet und gestaltet. Gerade in Bäumen und wie wir diese darstellen, kann sich unser Innerstes auf Papier offenbaren. Auch Pflanzen aller Art lassen ganz unmittelbare Linien zu, die nicht „richtig“ oder „falsch“ erscheinen, sondern einfach nur Teil der fantasievollen und individuellen Darstellung sind.

Was macht für Dich meditatives Malen oder Zeichnen aus?

Meike Schuster on FacebookMeike Schuster on Instagram
Meike Schuster
Lebens.Haus Team

Kunst und Kreativität, Kultur und Alltag. Auf der Suche. Katzenmensch, All-interessiert, Tagebuch-Schreiberin.

GRATIS E-Magazin mit Deiner Newsletter-Anmeldung!

Abonniere unseren monatlichen Newsletter hier - als Dankeschön gibt es das kostenlose Lebens.Haus Magazin! 86 Seiten vollgepackt mit spannenden Themen.

Vielen Dank - Du hast den Lebens.Haus Newsletter abonniert!