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Schritt für Schritt Zeichnen lernen I

von | Sep 26, 2018 | 0 Kommentare

Kreativ Zeichnen lernen

Übungen, Anleitungen und Tutorials, die inspirieren wollen zum künstlerischen Arbeiten. Guck doch auch gerne einmal in meine Facebook-Gruppe: Kreativ Malen und Zeichnen lernen!

Worum geht es bei dieser Zeichenübung in vier Teilen?

Mir geht es darum, Dir innerhalb von einer Übung in vier einfachen Teilübungen die Möglichkeiten und Vielfalt der Zeichnung zu zeigen. Ohne viel Theorie und direkt über das Selbst-Tun. Dabei kommen verschiedene Materialien und Techniken zum Einsatz, die Dir tolle gestalterische Möglichkeiten eröffnen. Teil I und II beschreibe ich heute, Teil III und IV folgen im nächsten Blogbeitrag.

Was brauchst Du, um loszulegen?

In meinen letzten Artikeln Künstlerische Vielfalt entdecken und Pinsel, Farbe, Stifte – was brauche ich für meine Kunst? ging es um die ersten Schritte zum kreativen Gestalten. Eigentlich sind ein Bleistift und ein weißes Papier für das Zeichnen lernen am Anfang genug. Diese einfachsten Materialien reichen aus, um die Grundlagen der Zeichnung zu erlernen: Egal ob es um Proportionen, Hell-Dunkel-Gestaltung, Schraffuren oder Strukturen geht. Für die Übungen, die ich heute zeigen möchte, ist es allerdings gut, ein erweitertes Sortiment zu haben (doch keine Angst, die meisten der Stifte und Farben hast Du sicher zu Hause!!).

Materialien:

  • Einige wenige Bleistifte (Härten HB, 2B, 3B, 6B reichen meist aus, etwa von Faber Castell)
  • Bunt- oder Aquarellstifte (ich mag die Marke Caran d’Ache)
  • Zeichenkohle
  • Pastellkreide

Und los geht`s

Nimm Dir ein Blatt im Din A3 Format, am besten mit einer Grammzahl ab 120 mg oder mehr. Teile die Seite in vier gleichgroße Felder auf. Alternativ kannst Du auch zwei Din A4 Seiten halbieren. Suche Dir einen einfachen Gegenstand zum Abzeichnen. Zum Beispiel einen Apfel, einen Pfirsich, eine Tasse oder Vase. Um Unterschiede, Unstimmigkeiten aber auch Deinen Fortschritt am besten überprüfen zu können, bleibe am besten für alle vier Übungen bei diesem Gegenstand.

Hell-Dunkel Gestaltung beim Abzeichnen einer Vase: Das Licht, kommt von rechts, was an der Intensität der Schraffuren der Vase deutlich wird (Beispiel Teilnehmerin Zeichenseminar)

Teil I: Zeichnen mit Bleistift

Im ersten Feld zeichnest Du diesen Gegenstand mit Bleistift ab – so gut Du es kannst. Viele beginnen dafür mit der Umrisslinie, um die grobe Form der Frucht oder des Gefäßes einzufangen. Achte auch auf den Lichteinfall, Licht- und Schattenpunkte: Woher kommt das Licht? Wo ist der Gegenstand am hellsten? An welcher Stelle wirft er Schatten? Versuche in mehreren Abstufungen mit Schraffuren die dunklen, mittelhellen und hellen Bereiche voneinander zu differenzieren. Auch Form und Plastizität kannst Du durch Schraffuren Schicht für Schicht aufbauen. Doch welche Schraffuren sind möglich und wie sehen diese aus?

Es gibt fünf verschiedene Schraffurarten:

  • Die Parallelschraffur
  • Punkte (und kleine Striche)
  • Die Kreuzschraffur (Verdichtung ist durch mehrere Lagen Schraffuren übereinander möglich)
  • Formschraffur oder Formlinien
  • Kritzelschraffur (wirkt erst etwas unkontrolliert, lockert die Zeichnung aber ungemein auf)

Teil II: Zeichnen mit Fineliner

Im zweiten Feld benutzt Du für das Abzeichnen Deines Gegenstandes einen dunklen Fineliner (z.B. von Stabilo). Probiere dies mit freier Hand und am besten ohne Vorzeichnung mit dem Bleistift. Bei dieser Übung geht es darum, Dein neues Wissen über Schraffuren noch einmal auszuprobieren und zu testen. Und zwar unter den „erschwerten Bedingungen“, dass jede Linie nun endgültig steht und nicht wegradiert werden kann. Auch ist der Schwarz-Weiss-Kontrast zwischen Linie und Papier nun viel intensiver und deutlicher. Jetzt musst Du vielleicht umdenken, Dunkelheiten anders darstellen als in der Bleistiftzeichnung oder Schraffuren verändern oder verdichten. Lichtpunkte kannst Du daher weniger dicht schraffieren oder ganz Weiß lassen.

Eine Kursteilnehmerin macht es vor: Bleistift- und Finelinerzeichnung: Übung mit Parallel- und Kreuzschraffur

Der Granatapfel wird mit einem roten Buntstift koloriert

Als optionaler zweiter Part folgt das Kolorieren der Fineliner-Zeichnung. Nimm Dir zwei bis drei Buntstift- oder Aquarellstifte. Die Farben dafür kannst Du frei wählen, nur zu dunkel sollten sie nicht sein. Auch ist egal, ob sie aus einer Farbrichtung stammen (Rot und Orange), oder sehr gegensätzlich sind (Komplementärfarben wie Rot und Grün). Betone mit den helleren Farben die Lichtpunkte, verstärke mit den dunkleren Tönen die Schattenbereiche. Nicht jeder Teil des Gegenstands muss komplett koloriert und eingefärbt werden, lass ruhig auch weiße Stellen – die Lichtpunkte.

Wie ist Dir die Übung gelungen? Gab es Probleme, Herausforderungen?

Poste gerne Dein Zeichenergebnis in meiner Facebook-Gruppe. Dort beantworte ich Fragen und gebe Rückmeldung.

Im nächsten Artikel folgen Teil III und Teil IV der Übung. Kohle und Pastellkreide kommen dabei mit ins Spiel.

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Meike Schuster
Lebens.Haus Team

Kunst und Kreativität, Kultur und Alltag. Auf der Suche. Katzenmensch, All-interessiert, Tagebuch-Schreiberin.

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