Gemeinsam Malen und kreativ sein

von | Apr 20, 2019 | 6 Kommentare

Als Familie oder Gruppe kreativ sein

Eine einfache Übung, um in der Gemeinschaft und miteinander künstlerisch aktiv zu werden, lernst Du in diesem Artikel kennen! Eine tolle Möglichkeit, gemeinsam kreativ Zeit zu verbringen. Etwa an Ostern, wenn die ganze Familie beisammen ist.

Malen und Zeichnen, sich mit Stift und Pinsel auszudrücken macht vielen Menschen großen Spaß. Doch oft ist es eine individuelle und eher einsame Angelegenheit, wenn man sich, ausgestattet mit Malutensilien, ans Werk macht. Meist ist das gewollt und auch gut so. Als Rückzug, Zeit für sich und meditative Entspannung sucht man oft genau diese Momente des künstlerischen Für-sich-Seins.

Doch Kreativ sein kann auch in der Gruppe unglaublich viel Spaß machen, eine ganz eigene Dynamik entwickeln und viel Freude bringen. Egal ob mit Familie, Freunden oder Verwandten, ob zu zweit, zu viert oder zu sechst: Gemeinsam zu malen und zu zeichnen schafft Gemeinschaft und regt die Kommunikation an. Wie das genau funktionieren kann, zeigt Dir folgende Übung:

Die Übung

Viele Materialien braucht es nicht: Ein weißes Din A4 Blatt einfach vierteln, fertig sind die Blätter in Postkartengröße. Dazu einige Buntstifte, vielleicht auch Pinsel und (Wasser)Farbe. Wachsmalkreiden sind genauso möglich. Nimm am besten die Materialien, die Du sowieso zuhause hast. Es können zwei, drei aber auch fünf oder sechs (oder mehr?) Leute an der Übung teilnehmen.

Das Ergebnis der Übung: vier Personen – vier Kunstwerke.

Die einzelnen Schritte:

  1. Man sitzt zusammen um einen Tisch. Jeder nimmt sich ein weißes Papier in Postkartengröße und ein paar Stifte.
  2. Nun geht es los: Jeder beginnt zu zeichnen oder zu malen. Wie und wo er auf seinem Blatt will: In der Ecke, in der Mitte, egal ob abstrakte Formen (Punkte, Linien, Striche,..) oder ganz klar und gegenständlich (Blume, Haus, Herz,..). Es gibt kein Richtig und Falsch. Jedoch sollte das Blatt nur zum Teil bedeckt sein, damit noch Platz für die Gestaltung der anderen ist.
  3. Dann werden die Blätter im Kreis an den nächsten weitergegeben. Eine feste Minutenanzahl, die bis zum Tausch der Blätter vergehen soll, ist möglich, aber nicht unbedingt notwendig. Oft reicht ein Blick in die Runde und man verständigt sich, ob und wann die Blätter weitergegeben werden können. Generell ist es ratsam, während der Übung ruhig und bei sich zu sein und sich daher ohne viele Worte zu verständigen.
  4. Die Blätter gehen so lange von Mensch zu Mensch, bis sie entweder voll sind oder wieder beim Ausgangspunkt angekommen sind. Die letztere Variante ist deshalb schön, weil jeder so direkt sieht, wohin seine ersten Gestaltungen durch die Kunst der anderen geführt haben. Und, weil er jetzt entscheiden kann, ob noch etwas abschließend hinzugemalt werden soll, oder nicht.
  5. Im letzten Schritt laden die entstandenen kleinen Kunstwerke zum Austausch ein. Gemeinsam in die Mitte des Tisches gelegt, ergibt sich automatisch ein interessantes Bild. Sind die verschiedenen Bilder sehr unterschiedlich oder ähneln sich manche? Entsprechen sie den Vorstellungen des ersten Ideengebers? Welche Farben wurden verwendet?

Der Reiz der Übung

Beim Malen ist man bei sich, darf bei sich verweilen und ankommen. Gleichzeitig ist man auch auf einem Weg, weiß oft nicht, wohin die Farben und Linien einen führen. Diese Reise ins bunte Ungewisse mit anderen zu teilen, ist der Reiz dieser Übung.

Gemeinsam auf Reise zu sich selbst.

Wie kann das funktionieren? Assoziationen, Ideen und Bilder tauchen auf, nehmen Gestalt an. Man darf malerisch anknüpfen, seine Vorstellungen mit in ein Bild einfügen, muss aber auch akzeptieren, das Gemalte wieder und wieder abzugeben, ohne zu wissen, wie der Nächste die eigenen Linien und Abbildungen interpretiert, fortführt und verändert. Das kann auch schnell zu einer Übung des Loslassens werden.

Detailansicht der Malerei und Zeichnung. Verwendet wurden Aquarellbuntstifte und -Farben.

Beim Malen ist jeder ganz bei sich, der Austausch kommt danach und ganz automatisch:

Wo finde ich mich wieder?

Welche Farben entsprechen mir?

Wie hat sich das von mir begonnene Bild verändert?

Gefällt es mir?

Zitate zu Kreativität

Was für eine schöne, offene Aufforderung von Thomas Möginger mit Farbe und Form kreativ zu werden und inneren Bildern durch Kunst Ausdruck zu geben.

Kreativität ist der Versuch, Melodien Stimme, Bildern Klang und Worten Farbe zu verleihen. Wenn das gelingt, nennt man es Kunst.

Thomas Möginger

 Nun gilt es, einfach loszulegen. Am besten ohne viel nachzudenken. Ganz nach dem Motto:

Kreativität kann man nicht aufbrauchen. Je mehr man sich ihrer bedient, desto mehr hat man.

Maya Angelou

Und vielleicht mit der Erweiterung: Wenn man Kreativität mit anderen teilt, wird sie nicht weniger, sondern mehr.

Gemeinsam als Familie oder Freundeskreis zu malen und zu zeichnen hat seinen ganz besonderen Reiz. Schnapp Dir ein paar liebe Menschen und probiere es aus! Am besten gleich heute.

Frohe kreative Ostern!

PS: Wer am liebsten ganz für sich und eher meditativ mit einem Ausmalbild kreativ sein möchte findet hier tolle Vorlagen zum Ausdrucken und Ausmalen.

 

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Meike Schuster
Lebens.Haus Team

Kunst und Kreativität, Kultur und Alltag. Auf der Suche. Katzenmensch, All-interessiert, Tagebuch-Schreiberin.

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