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Mein kreatives Kunst-ABC

von | Apr 4, 2018 | 0 Kommentare

Kunst im Alltag

Mit der Reihe „Schritte zur Kreativität“ eigene künstlerische Wege entdecken!

Was steckt mich an, selbst aktiv – kreativ – zu werden? Also: was inspiriert mich zu der einen oder anderen Art von künstlerischem Ausdruck?

Das Kreativ-Alphabet

Inspiration kann aus den unterschiedlichsten Richtungen und Ecken kommen. Warum also nicht aus dem Alphabet? Jeder Buchstabe steht für eine künstlerische Technik, eine Idee zur Gestaltung!

A wie Ausmalen – für Erwachsene. Man braucht wenig: Buntstifte und eine Vorlage. Zum Beispiel den Lebensbaum oder den Lebens.Ort: Wald: Sich in die Linien und Formen vertiefen und in den eigenen Lieblingsfarben gestalten.

B wie Beobachten: Die Betrachtung der unmittelbaren Umwelt, die mich umgibt. Wenn ich mich jetzt gerade, beispielsweise in meinen vier Wänden umsehen, beantworten sich diese Fragen für jeden anders – aber meistens fast von selbst:

  • Woran bleibt mein Auge hängen?
  • Wohin zieht es mich?
  • Will ich aus dem Fenster auf die Straße, zu den vorbeigehenden Menschen, oder lieber in die Wolken und den Himmel blicken?
  • Möchte ich am liebsten im Zeitschriftenstapel in der Ecke versinken?
  • Schaue ich auf die nett angerichtete Obstschale, weil mich die Farben ansprechen?
  • Welchen Materialien und Oberflächen begegnet mein Auge, woran bleibt es hängen?
  • Welche Bilder sehe ich – Werbung, Fotos, Malerei?

Schnipsel und kleine Zeichnungen: tolle Collage-Materialien

C wie Collage. Zutaten für eine Schnipsel-Collage: Man nehme …als Grundlage neues oder altes Papier oder farbiges Tonpapier …dazu natürlich Kleber und Schere… und füge einige schöne Papierschnipsel hinzu: Ausgeschnittene und ausgerissene Elemente aus Fotografien, Zeitschriften, Büchern,… Wie das Herz und der Sinn belieben… nun gebe man ein paar Naturmaterialien bei: Blüte, Blatt oder Samen, entweder gepresst oder frisch vom Baum oder von der Zimmerpflanze. Optional kann nun auch eine eigene kleine Zeichnung oder Malerei die Collage verfeinern: Etwa eine Blume, ein Gesicht, ein Baum, ein Alltagsgegenstand,… (eventuell zu- oder ausgeschnitten). Jetzt rühre man alles kräftig um. Das heißt, man arrangiert und schiebt die kleinen Schnipsel und Blätter so lange hin und her auf dem Untergrund, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Guten Appetit!

D wie Draußen. Berührt von der Natur, Meditationserfahrung mit dem Wanderstab:

Ich lasse mich berühren von dürrem Laub, von Ästen, die im Wind schaukeln, von Wegbiegungen und dem Spiel von Licht und Schatten. Die Natur eröffnet mir den Raum für ein Gespräch.

Ich freue mich über die Büsche und Hecken, die Baumreihen und den Wald, der sich dahinter breit macht. Wieviel Platz bietet sich hier den Vögeln und Insekten. Wenn ich ganz still bin, kann ich an dem Konzert teilhaben, das jetzt zu hören ist. Ich stimme mit meinem Summen mit ein und bin Teil des Lebens um mich herum. Es ist ein erhebendes Gefühl an diesem Reichtum an Leben teilhaben zu dürfen, ja selbst ein Teil davon zu sein.

Die Blüten an der Strauchreihe bringen Farbe in das Gehölz. Gelb leuchten mir die Kelche entgegen. Verschwenderisch viele Blüten. Zerbrechlich und eigen sind sie geformt. Was hat sich der Strauch, oder wer auch immer, dabei gedacht? Ich staune über meine Gedanken und möchte mit dem Strauch in Beziehung treten. Eine leichte Berührung, eine stumme Verneigung, dann geht es weiter.

Daheim in meinen Lebens.Räumen: Ich bringe von dieser Wanderung etwas ganz Eigenes mit. Lebens.Freude, Lebens.Müdigkeit und Lebens.Mutigkeit sind mir begegnet im Werden und Vergehen der Natur. Es war ein leiser Weg und eine Stille in den Stimmen und Klängen der Natur. Ich werde mich wieder auf einen Weg machen und berühren lassen vom Lebens.Raum Natur.

(Stefan Schuster)

E wie Erfinden oder Entdecken. Neues ausprobieren. Experimente starten. Neue Wege gehen. Im Leben, auf dem Nachhauseweg. Mit dem Auto einfach mal losfahren, ohne Plan wo es hingeht. Genauso wie in der Kunst, beim selbst kreativ sein: Ein leeres Blatt nehmen und einfach mal anfangen. Mit dem, was gerade nahe ist, mit Farben – oder ohne. Nur mit alten Zeitschriften, Papierschnipseln und Kleber. Auch schön und befreiend: Mit Kerzenwachs herumtropfen, Muster gestalten… Oder: Einfach weiterlesen und inspirieren lassen!

F wie Fotografie. Ist mit dem Handy heute zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich. Was bedeutet Fotografie für Dich? Ist es ein Mittel zum Zweck? Benutzt Du Fotos, um Dir Dinge zu merken? Oder ist Fotografie für Dich Kunst? Eine Möglichkeit zum Ausdruck? Fotografieren kann auch Entspannung sein.

Kleine Collage mit geheimen Momenten..

G wie Geheim. Ein Geheim.Ort… ist Verstecktes … ist Verborgenes … ist etwas, das es zu Suchen gilt. Oder auch etwas, das geheim bleiben darf. Geheim sind kleine Verstecke. Orte, die nur mir gehören. Geheim ist meine Fantasie und mein Rückzugs.Ort. Geheim und geheimnisvoll sind manchmal auch meine künstlerischen Gestaltungen. Sie ergeben manchmal nicht einmal Sinn für mich selbst. Verstecken sie sich vor mir selbst und bleiben sie mir verborgen? In Zeichnungen und Skizzenbüchern verwende ich gerne Überdecktes, Verstecktes, Eingepacktes. Wie kann man Geheimnisse in künstlerische Gestaltungen, in kreatives Schaffen übersetzen?

Durch:

  • Fenster und Durchblicke in Zeichenbüchern schaffen: ausschneiden oder mit dem Skalpell aushöhlen
  • Türen, Fenster, Luken und Löcher zeichnen, malen, skizzieren
  • Nicht alles zeigen: Dinge, Körperteile hinter Ecken verstecken und einfach nicht „mitmalen“
  • gezeichnete und gemalte Elemente mit halbdurchsichtigem Papier oder Butterbrotpapier abdecken und so verbergen

H wie Heute. Was nehme ich heute hier wahr? Und was kann ich kreatives daraus gestalten? Ich kann auch in mich hinein fühlen und mir überlegen:

  • Was würde mir jetzt gut tun, wo wäre ich jetzt gerne?
  • Welche Farben habe ich gerne um mich?
  • Vielleicht ist es gerade sehr warm und ich sehne mich nach kühlendem Blau?
  • Welche Lichtstimmungen gefallen mir besonders?
  • Das helle, klare Morgenlicht oder der neblige Herbsttag?
  • Welche Jahreszeit mit ihren typischen Farben spricht mich an?

I wie Insel. Kreatives denken – meine Insel im Alltag: Meine Insel im Alltag – weit entfernt von Strand und Meer. Oder ist sie genau das? Hilft mir mein Bild vom letzten Mittelmeer- oder Südseeurlaub den Tag über durchzuhalten, abzuschweifen, zu träumen? Ist meine Insel ein Bild, ein Satz, eine Vorstellung – also fiktiv? Oder ist sie ganz real: Mein Auto, in dem ich noch ganz verschlafen, aber zur Lieblingsmusik auf dem Weg in die Stadt bin. Mein Wohnzimmer oder mein geliebtes Bett. Zeit mit meinem Haustier zu verbringen. Zeit fürs Zeichnen, Malen oder Gestalten. Oder etwas dazwischen: etwa ein Lied? Wie finde und erkenne ich meine Insel?

Ich frage mich:

  • Was ist meine persönliche Insel im Alltag?
  • Wo fühle ich mich wohl und sicher?
  • In einem realen Raum wie meinem Schlafzimmer, meinem Bett?
  • Bei meiner Familie, in meinem Heimatort?
  • Finde ich meine Inselmomente in der Bewegung: Im Spazieren gehen, Sport machen?

Oft bist Du Dir über diese Momente und Tätigkeiten in Deinem Leben größtenteils schon bewusst. Aber diese nochmals als elementar und wichtige Stützpunkte aus dem Alltag, den vielen hundert Sachen, die wir an einem Tag tun, hervorzuheben, hilft, ihre Wichtigkeit für das eigene Leben wahrzunehmen.

Was inspiriert Dich, kreativ und gestalterisch tätig zu sein?

Hier geht es weiter im Teil II mit weiteren Buchstaben und kreativen Ideen des Kunst-ABCs!

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Meike Schuster
Lebens.Haus Team

Kunst und Kreativität, Kultur und Alltag. Auf der Suche. Katzenmensch, All-interessiert, Tagebuch-Schreiberin.

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