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Free Writing: Kreative Schreiben – eine Übung

von | Jan 23, 2018 | 4 Kommentare

Kreatives, freies Schreiben

Schritte zur Kreativität: Heute mit einer Übung zum kreativen Schreiben.

Möglichkeiten, die eigenen Gedanken, Worte und Ideen schriftlich festzuhalten gibt es viele. Und vor allem: für jeden die richtigen! Kreative Schreibtechniken und einfache Übungen können bei der Ideensammlung, Inspiration und der Formulierung der ersten Sätze helfen. Hier stelle ich die kreativen Techniken vor, die ich selbst gerne nutze.

Im meinem ersten Beitrag: Mein Weg zum kreativen Schreiben stellte ich bereits vor, was kreatives Schreiben für mich bedeutet:

Kreatives Schreiben ist für mich:

.. in erster Linie ein persönlicher, privater Vorgang.

.. eine Verpackung für meine Ideen, Einfälle und Gedanken zu finden.

.. gut aufgehoben in meinem Inspirationsbuch, meinem Tagebuch und manchmal auch in meinem Kalender.

.. ein Schreiben ohne Wertung, ohne richtig und falsch.

.. einfach schreiben zu dürfen.

.. manchmal ganz privat, manchmal aber auch die Grundlage für einen Blogartikel.

.. oft mit Kunst und Gestaltung verknüpft.

Schrift

Wortspuren

Kreatives Schreiben – wie loslegen?

Der erste Schritt ist – wie bei so vielen Dingen – oft der schwerste. Die „Angst vor dem leeren, weißen Papier“ haben viele selbst schon einmal erlebt. Egal, ob es ums Malen, Zeichnen oder ums Schreiben geht. Den Anfang finden, die ersten Worte schreiben. Warum ist das so schwierig? Egal ob wir uns ans Tagebuchschreiben machen, eine kleine Erzählung schreiben wollen oder Gedanken für einen Artikel zusammen fügen wollen. Oft haben wir das Gefühl: Meine Ideen sind vielleicht gar nicht wichtig genug, um sie zu notieren..

Um ein Leben voller Kreativität zu leben, müssen wir unsere Angst vor dem Versagen ablegen.

(Joseph Pierce)

Als ich dies in unserer Facebook-Gruppe: Lebens.Haus: Leben bewusst gestalten nachfragte, zeigten die Antworten, dass Schreiben für viele von uns ein wichtiger Part im täglichen Leben ist.

„Jeden Tag die Morgenseiten und jetzt möchte ich gerne wieder in ein minimalistisches Tagebuchschreiben hineinspüren/finden, so ala 5 Minuten Tagebuch.“

„Oh ja, ich habe immer ein kleines Büchlein in dem ich Notizen mache, eine Gedichtidee skizziere oder ab und an schreib ich auch meine Träume auf… spontane Wortfetzen sowieso.“

„Ein Leben ohne Schreiben wäre möglich, aber sinnlos . Alles, was ich beobachte, festhalten, dokumentieren…“

„Ja ich! Es erleichtert, macht den Kopf frei und ich kann mich mitteilen.“

Ich schätze diesen Austausch und die Anregungen sehr. Etwa sich einfach fünf Minuten Zeit am Tag zu nehmen, und in dieser Zeit in sich hineinzuspüren und loszuschreiben.

Einfach loschreiben wollen auch wir: Also lassen wir der Kreativität freien Lauf, nehmen Stift und Zettel zur Hand und legen los!

Schreiben, kreativ

Geheimnisvolle Schriftzeichen aus der Vergangenheit..

Übung: Free Writing

Free Writing, also das freie Schreiben ist eine Schreibübung, die vom amerikanischen Literaturwissenschaftler Peter Elbow stammt. Es geht darum, die eigenen Gedanken frei fließen zu lassen und über einen bestimmten Zeitraum ohne Unterbrechung niederzuschreiben. Privat und ganz für sich, handschriftlich auf ein Blatt Papier. Am besten ohne abzusetzen und zu viel zu hinterfragen. Es geht nicht darum grammatikalisch richtig zu schreiben oder perfekte, vollständige Sätze zu formulieren. Auch thematisch bist Du ganz frei. Diese Technik hilft gut zur Themensuche, ohne wie beim einfachen Brainstorming nur bei Stichpunkten zu bleiben. Ein guter Weg also, um Ideen zu entwickeln und in Schreibfluss zu kommen.

Und der Zeitraum? Zehn Minuten sind eine gute Zeit. Mehr sind natürlich immer möglich. Ein Ansatz ist, sich die Uhr (oder das Handy) zu stellen und nicht abzubrechen, sobald einem die ersten Ideen ausgehen. Denn genau darum geht es: Dabei zu bleiben und sich selbst einen Zeitrahmen zu geben, in dem etwas entsehen kann.

Letter Book

Worte und Gedanken

Und wenn mir wirklich rein gar nichts einfällt?

Wenn Du loslegst zu schreiben, kannst Du Dich fragen:

  • Was habe ich heute erlebt?
  • Du kannst auch nach Innen hören und Dich fragen: Wie geht es mir gerade?
  • Was spüre ich in meinem Körper?
  • Was sehe ich um mich herum?

Du nimmst also beispielsweise erst einmal die Umgebung in Deinem direkten Umfeld wahr und beschreibst alle Details, die Du vor Dir und um Dich herum siehst. Davon ausgehend weiter zu schreiben und einfach frei zu assoziieren, ist eine Möglichkeit.

Und jetzt geht es los: Verstehe das Schreiben als Denken, lasse Deine Gedanken abschweifen und setze den Stift nicht ab. Schreib einfach immer weiter, für zehn Minuten.

Und wenn mir wirklich, wirklich rein gar nichts einfällt? Dann schreibe einfach genau das nieder: Dass Dir nichts einfällt, dass Du keine Ideen hast – und notfalls kritzle einfach ein paar Schlangenlinien. Bis zum nächsten Einfall. Denn der wird kommen, bestimmt!

Dann lese den Text noch einmal durch: Gibt es interessante Sätze oder Gedanken? Hast Du Dich mit manchen Inhalten und Ideen vielleicht selbst überrascht? Diese Sätze und einzelnen spannenden Einfälle kannst Du nun benutzen, um daran weiter zu schreiben, anzuknüpfen und weiter zu assoziieren.

Wie sind Deine Erfahrungen mit dem Free Writing? Ist das freie Schreiben eine kreative Technik, die Dich inspiriert?

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Meike Schuster
Lebens.Haus Team

Kunst und Kreativität, Kultur und Alltag. Auf der Suche. Katzenmensch, All-interessiert, Tagebuch-Schreiberin.

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