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Mein Weg zum kreativen Schreiben

von | Jan 11, 2018 | 1 Kommentar

Das Schreiben .. und ich

Schritte zur Kreativität: Dieses Mal und hier eine Rückschau auf meinen Weg zwischen Kunst und Wort.. mein Herantasten an das Schreiben. Und wo ich meine Worte lasse und verstaue. Weitere Artikel und Übungen zum kreativen Schreiben folgen!

Willst Du schreiben lernen und Dich mit Worten ausdrücken? Oder tust Du das längst?

Vielleicht schon länger, als es Dir bewusst ist.. immer so nebenbei, aber nie mit voller Konzentration und Wertschätzung?

Ein bisschen ging es mir so. Wenn ich zurückdenke, hat mich das Schreiben, Worte finden schon seit meiner frühen Jugend begleitet. Gedichte, Sprüche, Zitate, die mich berührten, lernte ich auswendig – und schrieb sie auf. In meine ersten, kleinen Bücher.

Leere Notizbücher als Ort für Gedanken, Texte, Entwürfe und Inspiration haben sich für mich bis heute bewährt. Lies hier mehr über meinen Weg mit und um das Gedanken festhalten.

Kreatives Schreiben ist für mich:

.. in erster Linie ein persönlicher, privater Vorgang

.. eine Verpackung für meine Ideen, Einfälle und Gedanken zu finden

.. gut aufgehoben in meinem Inspirationsbuch, meinem Tagebuch und manchmal auch in meinem Kalender

.. ein Schreiben ohne Wertung, ohne Richtig und Falsch

.. einfach schreiben zu dürfen

.. manchmal eben ganz privat, manchmal aber auch die Grundlage für einen Blogartikel

.. oft und am liebsten mit Kunst und Gestaltung verknüpft

Das Briefbuch

In meiner Schulzeit, so im Alter von 13-16 Jahren schrieb ich mir mit meiner Banknachbarin regelmäßig kleine Briefe in unserem „Letterbook“. Eine Briefsammlung sozusagen, in der wir – von der Schule wieder zuhause – unseren Alltag beschrieben oder uns über Mitschüler ausließen. Am nächsten Tag, wieder im Klassenzimmer, überreichten wir dann dem anderen dann das Buch. Umso stolzer, je mehr Zeilen wir geschrieben hatten. Manchmal fanden auch Aufkleber, Fotos oder kleine Zeichnungen ihren Weg in das Letterbook. Die Bücher ruhten über das letzte Jahrzehnt bei meiner Freundin, sie übergab mir vor kurzem die kleine Buchreihe. Und was für eine Überraschung: Ich erkenne mich in vielen Worten von damals kaum wieder. Aber interessant, spannend und berührend ist es schon, in den Gedanken von früher zu wühlen – und machnmal auch echt peinlich.

Letterbook

Die Letterbooks: Wort- und Zeichenexperimente in Briefform

 

Letter Book

Die Letterbooks von damals

Mein Wochenkalender

Während den letzten Schuljahren wurden mir meine Timer und Wochenplaner immer wichtiger, ich notierte Gedanken, Zitate – und natürlich auch Termine. Als ich ein paar Jahre später den Moleskine-Wochenplaner fand, war mein tägliches Notier-Glück perfekt: links Platz für Termine, rechts für Notizen, Gedanken, Gekritzel.. So wurde mein Kalender zu meinem ständigen Begleiter und lässt mich nun in der Rückschau tief in meinen Alltag (und manchmal auch in die Gefühlswelt) von vor 5 oder 10 Jahren blicken.

Wochenplaner

Mein Wochenplaner mit Platz zum Kritzeln

Doch richtig frei und gut schreiben? Das konnten immer die anderen besser.

Kunst und Wort

Mein nächster Schritt auf dem Weg zum selbst verfassten Text war die künstlerische Auseinandersetzung mit Wörtern in meinem Kunstpädagogik Studium. Wie etwa das Schreiben ohne richtige Buchstaben und Inhalte, in einer selbst ausgedachten Schrift, nur als Gestaltungselement:

Wort-Experimente ohne Inhalt

 

Kunst Buch

Notizzettel im Kunstwerk

Oder das Verwenden von benutzten Notizzetteln als Hintergrund in einer Collage. Die Notizzettel mit Schrift (und deren Bedeutung) wurden so in den Hintergrund gedrängt: Die Kunst stand im Vordergrund.

Mein Tagebuch

Seit dem Sommer 2015 begleitet mich ein Tagebuch, bzw. bin ich inzwischen beim dritten Exemplar angelangt.Auch wenn ich lange nicht täglich darin schreibe, ist es mir ein wichtiger Weg.Begleiter geworden. Dass ich in den wenigen Jahren doch so viele Seiten füllte, zeigt mir, dass es ein großer Part in meinem Leben ist. Aktuelle Befindlichkeiten, Begegnungen reflektieren, Lieder und Zitate, die mich berühren: Alles findet seinen Weg in das Buch. Oft sind es auch nur Stichpunkt-Sammlungen oder einzelne Worte. Die Einträge so frei zu gestalten hilft mir, zu unterschiedlichen Zeiten meines Lebens den Weg zum Tagebuch und auch Worte für meine Gedanken zu finden.

Tagebuch

Meine Tagebücher

Ideen und Anregungen finden ihren Weg ins Inspirationsbuch

Aktuell führe ich mehrere Büchlein gleichzeitig. Alle im A5 Format, das sich für mich über die Jahre bewährt hat: Ein Wochenkalender zur Planung und für kleine Gedanken (den Kalender habe ich immer in der Tasche, gehe nie ohne ihn aus dem Haus – kleine Gedanken können einen schließlich auch überraschend ereilen und meinen Termine habe ich so immer griffbereit), ein Tagebuch für große Gedanken, ein Buch für künstlerische Inspiration und Einfälle rund um das Lebens.Haus-Projekt und letztendlich ein Notizbuch für die Recherche meine Zeitungsartikel und die Notizen dafür.

Kunst Buch

Inspiration in Buchform

Wisschenschaftliches Schreiben und Journalismus

In meiner Studienzeit lernte ich das gründliche, wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben und begann immer tiefer in bestimmte Themen einzutauchen. Der künstlerischen Gestaltung von öffentlichem Raum widmete ich schließlich meine Magisterarbeit, die ich überarbeitet in Buchform veröffentlichen konnte: Stadt(t)räume – Ästhetisches Lernen im öffentlichen Raum.

Aus dem wissenschaftlichen Schreiben wurde in den letzten Jahren ein Journalistisches. Aktuell darf ich für die WAZ Velbert Artikel über Kunst, Kultur und noch viel mehr schreiben – was ich sehr genieße: Während der Recherche intensiv neue Themenwelten kennenzulernen oder interessante Menschen zu interviewen, macht mir unglaublich viel Freude. Natürlich notiere ich dabei alles in mein treues Notizbuch.

Hier findest Du einen Artikel zum Thema „Kunst“: AlldieKunst-Haus zeigt „Eva und Adam“ und hier einem zum Thema „Leben“: Velberter Hebamme schildert Zustände im Berufsfeld

Nun interessiert mich natürlich Deine Geschichte mit dem Schreiben: Wann und wo schreibst Du? Wohin notierst Du Deine Gedanken?

Auch in unserer Facebook-Gruppe Lebens.Haus: Leben bewusst gestalten diskutieren wir u.a. über kreatives Schreiben. Folge uns gerne auch dort!

Auch Christopher vom Lebens.Haus Team beschäftigt sich aktuell mit dem Schreiben seiner Geschichte. Lies hier den Blogbeitrag: Die Briefe meines Vaters: Vom Lesen & vom Schreiben

 

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Meike Schuster
Lebens.Haus Team

Kunst und Kreativität, Kultur und Alltag. Auf der Suche. Katzenmensch, All-interessiert, Tagebuch-Schreiberin.

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