MENUMENU

Meine Vergangenheit als Inspirationsquelle

von | Aug 28, 2017 | 0 Kommentare

Ein kreativer Rückblick in Kindheit und Jugend

Die Reihe “Schritte zur Kreativität” soll Mut machen, eigene künstlerische Wege zu entdecken!

Der kreative Vergangenheits.Ort

.. soll inspirieren und zum zum Nachdenken über die eigene Lebens.Welt.

Es gibt beinahe endlos viele künstlerische Ausdrucksformen. Ob als intensives Hobby an der Leinwand mit bunten Farben, basteln mit den eigenen Kindern oder gar als gedankenlose Kritzelei neben dem Telefonieren: Keative Möglichkeiten, sich mit Leben und Umwelt zu beschäftigen, gibt es zahlreiche. Ob als großes Projekt oder einfach als Teil des Alltags – jede hat ihre eigene Faszination und Berechtigung. Doch was, wenn mir Inspiration und Anregung und vor allem ein eigene bildnerische Ausdrucksweise fehlen?

Wenn ich nach meiner individuellen künstlerischen Methode suche, hilft es, sich die eigenen Gestaltungen der letzten Jahre und ganz besonders auch der Kindheit und Jugend vor Augen zu führen. So kann ich mich fragen:

  • Was mache, bastle, forme, gestalte ich sowieso schon immer?
  • Oder: Mit was beschäftigte ich mich als Kind gerne künstlerisch?
  • Welche Motive habe ich früher gemalt oder gezeichnet? Waren es immer wieder Menschen oder Autos, Comicfiguren oder Tiere?
  • Mit welchen Materialien gestaltete ich gerne: mochte ich es beispielsweise, mit Fingerfarben bunt und großflächig zu malen? Oder fertigte ich eher zarte, detailierte Bleistiftzeichnungen an?

Aus solchen Alltags- und Selbstbeobachtungen lässt sich schon viel herausfinden, herauslesen. Und es lässt sich vor allem auch noch heute daran anknüpfen und sich daraus ein eigener künstlerischer Weg formen. Gerade, indem ich mich an meine früheren Interessen, Themen und Arbeiten anlehne und diese erweitere: Beispielsweise indem ich neue Techniken mit alten Themen paare.

 

Habe ich damals beispielsweise immer modisch gekleidete Frauen und Mädchen gemalt, interssiere ich mich heute eher für den menschlichen Körper an sich. Diesen untersuche ich zeichnerisch mit Feder und Tinte, mit Aquarellfarben und Pinsel, statt wie früher die Modeaccesoires mit Bleistift festzuhalten.

Außerdem lohnt es sich noch einmal etwas breiter und allgemeiner zurückzublicken, und den Fokus von den klassischen künstlerischen Ausdrucksformen wie Malen und Zeichnen wegzubewegen:

  • Was habe ich in Kindheit oder Jugend sonst gerne kreatives gemacht – habe ich selbst Geschichten und Abenteuer erfunden und diese aufgeschrieben?
  • Habe ich stundenlang draußen im Matsch gespielt oder gerne mit Knetgummi kleine Formen geschaffen?
  • Sind es Naturmaterialien, die mich begeisterten? Brachte ich immer Blätter, Steinchen und Nüsse mit nach Hause?

Und dann stelle ich mir die Frage: Was bleibt mir davon bis heute? Welches Material habe ich heute noch gerne in Händen, auch im Alltag? Sind es immer noch die geschmeidigen Wurzeln, die ich von Waldspaziergängen mitbringe? Oder gestalte ich immer wieder Karten und Bilder in meiner Lieblingsfarbe, die mich schon lange begleitet?

Wie war das bei mir selbst?

Schon seit früher Kindheit male, zeichne, klebe und bastle ich mit Begeisterung. Doch heraus sticht für mich meine immer schon vorhandene Faszination der Kombination von Materialien und Elementen unterschiedlichster Art. Möglichst viele Materialien, Formen und Schnipsel innerhalb von einem Bild oder einer Gestaltung: Ob Fotos, Zeitschriften, Lebensmittel, Gräser, kleine Spielzeuge – wenig war vor mir und meinem Klebstift sicher. Die Ergebnisse waren bunt und wild und oft dreidimensional, so hoch standen Nudeln oder Wollreste von Pappe oder Papier hoch. Und im Prinzip ist mir diese experimentelle künstlerische Weise zu gestalten bis heute geblieben, auch wenn ich Materialien und Farben, aus denen ich meine Collagen zusammenstelle, etwas bewusster auswähle.

Material-Collagen aus der Kinderzeit

Vielleicht lohnt es sich auch für Dich, in kreativen Erinnerungen zu kramen. Und alte, fast vergessene Bilder, Tagebücher und Malblöcke wieder hervorzuholen, und diese mit neuem Blick zu betrachten. So kann ich diese als Inspiration für aktuelle künstlerische Gestaltungen heranziehen und mich fragen:

  • Lassen sich diese früheren Arbeiten in mein Jetzt, meinen Alltag übersetzen?
  • Sprechen sie etwas in mir an?
  • An welcher Stelle lohnt es sich, wieder anzuknüpfen?
  • Oder kann ich sogar einzelne Elemente der alten Gestaltungen ausschneiden, auseißen und diese weiterverarbeiten?

Ganz im Sinne von Pablo Picasso:

Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.

Meike Schuster on FacebookMeike Schuster on Instagram
Meike Schuster
Lebens.Haus Team

Kunst und Kreativität, Kultur und Alltag. Auf der Suche. Katzenmensch, All-interessiert, Tagebuch-Schreiberin.

GRATIS E-Magazin mit Deiner Newsletter-Anmeldung!

Abonniere unseren monatlichen Newsletter hier - als Dankeschön gibt es das kostenlose Lebens.Haus Magazin! 86 Seiten vollgepackt mit spannenden Themen.

Vielen Dank - Du hast den Lebens.Haus Newsletter abonniert!