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10 Geräusche – eine kurze Meditationsübung

von | Aug 20, 2017 | 1 Kommentar

10 Geräusche – ein Meditationsspiel für die Ohren

Die besten Ideen für unseren Blog finde ich in der Regel nicht, wenn ich danach suche. So auch bei dieser Übung, die ich auf Reddit gefunden – und nicht gesucht! – habe. Hier schreibt der User kaihatsusha folgendes:

I have a short meditation „game“ I play when out on walks. I call it juuon, 十音, or Ten Sounds. Sit somewhere, close your eyes, and identify ten different sources of sounds you hear. It usually starts close by, like people talking or walking past. Then it gets progressively farther away. Cars, birds, a train or plane far far away. Then subtler sounds like a bee or the wind. Order doesn’t matter, but you can’t leave or open your eyes until you have ten different sources.

Übersetzt heißt das: Ich suche mir einen Ort, an dem ich ungestört einige Minuten lang die Augen schließen darf. Ich schließe meine Augen so lange, bis ich zehn verschiedene Geräusche gefunden habe. Genau das Richtige für mich: „Gamification of Meditation“ – ich mache ein Spiel daraus!

Mein Selbstversuch im eigenen Garten

Ich setze mich auf die Sperrholzbank in meinem Garten. Ich erwarte, dass ich es schaffe: Hier gibt es viel zu hören. Ich schließe die Augen. Ich öffne die Ohren.

Hier geht die Übung los

Das erste Geräusch… ist leicht: Ein Vogel schreit. Was für einer? Ich weiß es nicht.

Das zweite Geräusch… das Rascheln der Blätter im Wind.

Das dritte Geräusch… ein Flugzeug, hoch im Himmel.

Das vierte Geräusch... leises Hühnergegacker aus dem Nachbarsgarten.

Das fünfte Geräusch... mein sich anpirschender Kater, passenderweise mit Namen „Echo“.

Dann herrscht Stille. Das Spiel scheint jetzt nicht mehr ganz so leicht. Oder ist es doch nicht wirklich ruhig? Wieder ein Vogel – der gleiche Ruf. Zählt das? Wahrscheinlich nicht. Ich denke zu viel und höre wieder hin.

Das sechste Geräusch… nicht meditativ, nicht laut, aber trotzdem da: Die Spülmaschine brummt durch das angelehnte Küchenfenster.

Das siebte Geräusch… läuft da nicht, fast unbemerklich, direkt im Wohnzimmer, das an den Garten angrenzt, der Computer?

Das achte Geräusch… Glockenläuten, es muss wohl 12 geworden sein. Danke dafür.

Das neunte Geräusch… Ich erinnere mich an den Ausgangstext: Das Brummen und Summen der Insekten an der Kräuterschnecke ist eigentlich unüberhörbar. Erst jetzt fällt es mir auf.

Das beruhigt mich. Schon neun Geräusche gefunden. Ich merke, wie sich mein Atmen beruhigt. Auch das zehnte Geräusche werde ich wohl noch finden, als es in mein Bewusstsein drängt.

Das zehnte Geräusch… mein nun ruhiger Atem, der mich die ganze Zeit über begleitet hat.

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Christopher Wilker
Lebens.Haus Team

Leben Heute & Morgen, Kulinarisches, Sportliches. Alltagsbeobachter, Genussmensch, Katervater und Sport-Enthusiast. Meditationsneuling.

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