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Achtsamkeit und Atem im Alltag

von | Jan 12, 2018 | 0 Kommentare

Atmen Lernen

Meditieren leicht gemacht: Kleine Übungen, um zu unserem Atem und zu uns selbst zu finden. In der Natur, im Alltag, ganz spielerisch. Hier und jetzt und überall!

Meditari heißt im Lateinischen so viel wie nachdenken oder reflektieren. Beim Meditieren geht es aber – sehr vereinfacht ausgedrückt – darum, sich eben nicht in seinen Gedanken zu verlieren. Es geht darum, sich selbst in der Stille zu finden.

Ich selbst neige häufig dazu, mich der wörtlichen Übersetzung anzuschließen: Ich denke, reflektiere, überlege auch dann, wenn ich eigentlich zur Ruhe kommen möchten. Die Achtsamkeit für das Jetzt geht in meinem eigenen Kopf verloren: Ich nehme das Schöne, Lebenswerte, das nicht Alltägliche dann nicht mehr wahr. Handlungen führe ich reflexartig, automatisiert, eben unachtsam aus.

Ich merke häufig, dass mich das Besinnen auf meinen Atem in diesen Situationen wieder mit dem Moment verbindet:

Das Bewusstsein der Geschöpfe ist durch das Atemholen bedingt.

Zhuangzi

Aber wie funktioniert das konkret?

Ein Beispiel aus meinem Alltag, das mittlerweile ein richtiges Ritual geworden ist:

Vor dem ersten Bissen eines jeden Essens atme ich drei- bis viermal bewusst und mit geschlossenen Augen durch. Das Tischgebet ist bei mir ein wörtliches und metaphorisches Luftholen. So entschleunigt freue ich mich dann umso mehr auf die Mahlzeit. Ich merke, dass mir etwas fehlt, wenn ich mein Atemritual einmal nicht ausübe – was mittlerweile dazu führt, dass ich selbst im Fast-Food Restaurant durchatme.

Den Kopf frei bekommen…

Meine Lieblingsatemübung

Schließe Deine Augen.

Atme 10 Mal intensiv, tief und bewusst ein- und aus.

Wenn Du das zehnte Mal ausatmest: Lass den Atemstrom so lange fließen, wie Du nur kannst.

Es folgen 5 entspannte Atemzüge.

Atme einmal tief ein und nimm Dir für diesen Atemzug 15 Sekunden Zeit. Versuche, die Lungen komplett auszufüllen.

Halte direkt danach den Atem für 15 Sekunden an und spüre in Deinen Körper hinein. Was fühlst Du?

Atme danach wieder entspannt aus.

Nach einigen ruhigen Atemzügen kannst Du die Übung einmal komplett wiederholen.

Öffne Deine Augen wieder.

Du wirst merken, dass sich die Welt nicht verändert hat – aber Deine Wahrnehmung!

 

Die Übung ist eine tolle Hinleitung zu einer Meditation. Auch vor und nach dem Yoga passt die Übung hervorragend.

Ich selbst mache es am liebsten so: Ich gehe spazieren, suche mir eine einsame und ruhiggelegene Bank und beginne die Atemübung. Manchmal stelle ich mich auch bewusst hin. Wenn ich die Augen wieder öffne, ist das Gras etwas grüner und die Vögel singen etwas schöner 🙂

Habt Ihr auch spezielle Atemübungen? Dann würde ich mich freuen, die ein oder andere Übung von Euch kennenzulernen!

 

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Christopher Wilker
Lebens.Haus Team

Leben Heute & Morgen, Kulinarisches, Sportliches. Alltagsbeobachter, Genussmensch, Katervater und Sport-Enthusiast. Meditationsneuling.

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