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Berührt von der Natur: Meditation mit dem Wanderstab

von | Aug 24, 2017 | 1 Kommentar

Berührt von der Natur, Meditationserfahrung mit dem Wanderstab

Es ist Sonntag morgen, ich gönne mir für die nächsten Stunden Zeit für einen Spaziergang. Die Sonne macht es mir leicht, mein Vorhaben umzusetzen. Der Rucksack auf meinem Rücken, der Hut auf meinem Kopf und mein Outfit geben mir das gute Gefühl ein Wanderer zu sein.

Ich habe das Glück, dass ich nicht ins Auto steigen muss, ein paar Schritte reichen aus und ich bin im Grünen. Der Fotoapparat ist griffbereit und ich tauche ein in eine wertvolle Zeit für mich.

Ich lasse mich berühren von dürrem Laub, von Ästen, die im Wind schaukeln, von Wegbiegungen und dem Spiel von Licht und Schatten. Die Natur eröffnet mir den Raum für ein Gespräch.

Es sind Geschichten, die ich in mir forme. Die Geschichte von einem Löwen, der im Gras liegt und mich ansieht. Die Mähne formt sich im Gehölz.
Ich denke an die Dinge, die mir täglich begegnen und mir bedrohlich vorkommen. Ich gehe hin zu dem Baumstamm und streiche über die Rinden-Mähne und denke an die letzte Woche. Wo sind mir Situationen bedrohlich gewesen, wo war ich eine Bedrohung für andere. Ich schließe Frieden mit dem Löwen-Stamm und gehe meinen Weg weiter.

Drei Blätter im Wind, viele spitze Dornen und doch auch Leben steht da direkt am Wegrand. Ich beuge mich weit vor und schaue mir die Blätter genau an, die gezackten Ränder, der dünne Stengel, der zu einem kleinen Ast führt. Dürre und Leben dicht beieinander, Dornen, die bis an die Blätter reichen, ein trotziges “Dennoch“ empfinde ich beim Verweilen. Dieses Dennoch nehme ich mit auf meinen Weg.

Dann öffnet sich der Blick. Ich freue mich über die Büsche und Hecken, die Baumreihen und den Wald, der sich dahinter breit macht. Wieviel Platz bietet sich hier den Vögeln und Insekten. Wenn ich ganz still bin, kann ich an dem Konzert teilhaben, das jetzt zu hören ist. Ich stimme mit meinem Summen mit ein und bin Teil des Lebens um mich herum. Es ist ein erhebendes Gefühl an diesem Reichtum an Leben teilhaben zu dürfen, ja selbst ein Teil davon zu sein.

Die Blüten an der Strauchreihe bringen Farbe in das Gehölz. Gelb leuchten mir die Kelche entgegen. Verschwenderisch viele Blüten. Zerbrechlich und eigen sind sie geformt. Was hat sich der Strauch, oder wer auch immer, dabei gedacht? Ich staune über meine Gedanken und möchte mit dem Strauch in Beziehung treten. Eine leichte Berührung, eine stumme Verneigung, dann geht es weiter.

Ich komme an einem dürren Baum vorbei, der immer noch aufgerichtet da steht. Ob er den nächsten Sturm übersteht? Hinter der Rinde, die sich löst ist es lebendig. Viele kleine Tierchen sind damit beschäftigt den Riesen zu zerlegen. Es ist eine Wunde, die nicht mehr verheilt. Ich lege meine Hand auf die Rinde und versuche etwas zu sagen. Dein Leben ist verklungen, Traurigkeit für einen Augenblick.

Ich entdecke einen Baum voller Leben

Ich sehe mich um und keine zehn Meter weiter steht ein Baumriese im Saft. Die Rinde sitzt fest und ist nicht nur Fassade, Die Baumkrone erhebt sich weit hinauf in die Waldluft. Ich stehe gern neben dem Baum und atme seine Kraft ein. Der Stamm ist zu groß, ich kann ihn nicht umfassen, ich nehme mir etwas Zeit zum Verweilen. Ab und zu blicke ich hinüber zu dem dürren Baum und weis, dass es die Geschichte des Lebens ist.

Der Tannenzapfen am Boden trägt jetzt keine Samen mehr in sich. Er hat das Leben weiter getragen und seinen Job gut gemacht. Was für ein Kunstwerk, wenn ich genauer hin schaue. Wie ein Safe hat er die Tannensamen in sich geborgen und dann, als es an der Zeit war, hat er sich geöffnet und die Samen in die Welt entlassen. Mehr musste er nicht tun, er hat so weit gesorgt, wie es seine Aufgabe war.

Das Blütenmeer

Der Weg führt mich aus dem Wald auf eine Lichtung. Ein Blütenmeer lockt mich an. Ich muss mich tief hinunter beugen um den Blütenkelch in einem Bild einzufangen. Hunderte Gänseblümchen wiegen sich hier auf der Lichtung im Wind. Es hat etwas Unbeschwertes und Selbstverständliches an sich, wie sich dieses Blumenmeer hier Raum schafft. Unaufdringlich und doch unübersehbar sind sie da. Ich nehme etwas von der Leichtigkeit ihres Daseins mit in meinen Rucksack.

Der Heimweg steht an
Ich biege von der Lichtung aus in den Weg zum Dorf, in dem ich daheim bin. Es ist ein vertrauter Weg und doch nehme ich heute viele Dinge intensiver wahr als sonst. Es ist die Zeit, die ich mir lasse, die Aufmerksamkeit, die ich den Begegnungen am Wegrand schenke. Es ist aber auch die Aufmerksamkeit, die mir die Dinge mir zukommen lassen.

Ich blicke auf mein Dorf. In zehn Minuten bin ich wieder daheim.

Daheim in meinen Lebens.Räumen

Ich bringe von dieser Wanderung etwas ganz eigenes mit. Lebens.Freude, Lebens.Müdigkeit und Lebens.Mutigkeit sind mir begegnet im Werden und Vergehen der Natur. Es war ein leiser Weg und eine Stille in den Stimmen und Klängen der Natur. Ich werde mich wieder auf einen Weg machen und berühren lassen vom Lebens.Raum Natur.

Wir laden Dich ein, Erfahrungen auf deinem Weg mit dem Lebens.Raum Natur in diesen Blog zu schreiben.

Daheim in meinen Lebens.Räumen

Ich bringe von dieser Wanderung etwas ganz Eigenes mit. Lebens.Freude, Lebens.Müdigkeit und Lebens.Mutigkeit sind mir begegnet im Werden und Vergehen der Natur. Es war ein leiser Weg und eine Stille in den Stimmen und Klängen der Natur. Ich werde mich wieder auf einen Weg machen und berühren lassen vom Lebens.Raum Natur.

Wir laden Dich ein, Erfahrungen auf deinem Weg mit dem Lebens.Raum Natur in den Kommentaren zu schreiben.

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Stefan Schuster
Lebens.Haus Team

Tatmensch, Visionär, Lebens-Architekt und Gestalter seiner Träume. Meditation, Spiritualität, Fotografie. Berührt von der Schönheit des Wahrnehmbaren und getroffen von dem, was Alles trägt.

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