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Wir alle sind Sternenstaub – Im Jetzt und für immer

von | Mrz 24, 2018 | 1 Kommentar

Jetzt und unendlich

Der Tod von Stephen Hawking hat mich beschäftigt. Trotz seines großen gesundheitlichen Kampfes kam die traurige Nachricht sehr unerwartet. Denn seit dem Meike und ich „Das Universum ist ein grüner Drache“ gelesen haben, ist in uns der Kosmos erwacht:

„Dass etwas Großes, All-umfassendes uns umgibt, wird uns klar, wenn wir in den Nachthimmel schauen. Sobald wir uns bewusst werden, dass wir Teil eines Ganzen sind, was so unendlich und unvorstellbar ist, dass uns schwindelig wird.“ Das hat Meike in der verlinkten Buchbesprechung über das All geschrieben. Manchmal ist es bei mir wortwörtlich so: Wenn ich mir die Unendlichkeit sowohl räumlich als auch zeitlich im Vergleich zu meiner eigenen Begrenztheit vorstelle, wird mir ganz schwindelig. Und doch, wenn ich nachts in die Sterne schaue, dann sehe ich nicht nur die Vergangenheit, sondern auch mich selbst. Warum das so ist? Das erklären Carl Sagan, Brian Swimme und Neil deGrasse Tyson!

Sternenjäger und Weltenbummler Echo

Wir alle sind Sternenstaub

Carl Sagans Fernseheserie „Unser Kosmos“, die in den 80er Jahren Millionen von Menschen weltweit für das Universum begeistern konnte, beinflusst auch den Autoren Brian Swimme:

Du bist dieser Stern, in eine Lebensform gebracht, die es dem Leben ermöglicht, sich selbst zu erkennen. … Der Stern weiß um seine große Leistung, um seine Hingabe an die Verlockung, um seinen gewaltigen Beitrag an das Leben – aber nur durch seine nachfolgende Ausdrucksform, durch dich.

Brian Swimme

Auf den Punkt gebracht ist diese Aussage nichts anderes als atemberaubend und augenöffnend: We are a way for the cosmos to know itself.  Was mich daran so fasziniert: Es ist im engeren Sinn keine sprituelle new-age Aussage. Im Grunde genommen ist es grundlegende Physik: Beim Urknall entsteht vor mehr als 13 Milliarden Jahren – einfach alles!

The nitrogen in our DNA, the calcium in our teeth, the iron in our blood, the carbon in our apple pies were made in the interiors of collapsing stars.

Carl Sagan

Neil deGrasse Tyson ist nach Hawking und Carl Sagan wohl einer der bekanntesten Astrophysiker überhaupt. 2014 lief die erste Staffel von „Unser Kosmos – die Reise geht weiter“. Gedanklich ist deGrasse Tyson der Erbe von Sagan. Die Liebe für das All ist einfach riesig. Aufwending produziert, optische Brillanz, eine wunderbare Erzählstimme und thematischer Tiefgang – so macht das Universum Spaß. Mittlerweile gibt es die Staffel auf Netflix. 

Den Trailer könnt ihr hier sehen:

 

Was ich für mich selbst daraus mitnehmen kann

Je länger ich mich mit dem Universum beschäftigt habe, desto kleiner habe ich mich gefühlt. Unendliche Weiten. Kein Anfang. Kein Ende. Was ist man da als Mensch schon? Wer sich sehr klein fühlt, fühlt sich auch unbedeutend. Das tut mir manchmal gut und hilft mir dabei, bestimmte Lebenssituationen im großen kosmischen Zusammenhang als nicht ganz so tragisch abzuheften. Bei der Suche nach Sinn hilft mir das allerdings nicht. Carl Sagans Gedanken hingegen berühren etwas sehr tief in mir:

Wenn wir das sich selbst-bewusst gewordene Universum sind, also denkender Sternenstaub, dann sind wir immer beides: Sehr klein und unendlich groß. Unheimlich unwichtig auf der großen Skala und das Wichtigste überhaupt. Nur ein Herzschlag in Millionen von Jahren und doch die Ewigkeit selbst. Ein Leben im Jetzt und ein Leben in der Unendlichkeit.

Walter Moers spricht es mit einem seiner Romanhelden schöner aus, als ich es jemals könnte:

Von den Sternen kommen wir, zu den Sternen gehen wir. Das Leben ist nur eine Reise in die Ferne.

Walter Moers, in „Die Stadt der träumenden Bücher“.

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Christopher Wilker
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