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Zuckerfasten – 40 Tage im Selbstversuch: Es geht los

von | Feb 15, 2018 | 5 Kommentare

Gestern war Aschermittwoch – heute Fasten?

Erst vor kurzem habe ich hier im Blog von meinen Ritualen erzählt:

Rituale helfen mir dabei, meinen Alltag zu strukturieren. Obwohl Rituale per Definition immer wiederkehrende Handlungen beschreiben, nehme ich durch sie das Besondere in meinem Leben wahr. Durch Rituale schaffe ich mir meine eigene kleinen Inseln, fernab vom Alltag.

Veröffentlicht hatte ich den Beitrag in der Hochzeit des Karnevals. Da ich selbst kein großer Fan dieser „fünften Jahreszeit“ bin, fiel mir schon eher der gestrige Aschermittwoch auf dem Kalender ins Auge. Der traditionelle Fastenbeginn steht vor der Tür – und damit ein ganz besonderes Ritual!

Als meine Frau Meike mir von Nachbarn erzählt hatte, die mit dem Aschermittwoch ein Zuckerfasten starten, horchte ich auf. Im Sinne von: „Schön, dass die so viel Willenskraft haben“. Als Meike mir dann vorschlug, das als Paar auch zu probieren, war meine Reaktion erst einmal ein „lieber nicht!“

Exkurs über das Fasten

Mit Religion – nicht zwangsläufig aber Spiritualität – tue ich mir zeitlebens schwer:

Ich bete nicht, da mir die Gabe und leider das Talent fehlen, an einen Schöpfer zu glauben.

Rufus Beck

Als ich diesen Satz (vom Satz überaus talentierten!) Rufus Beck gehört habe, hat mich das auf eine seltsame Art und Weise beruhigt. Vielleicht haben andere einfach mehr Talent im Glauben. Malen kann ich ja auch nicht, und man muss nicht für alles ein Händchen haben.

Trotzdem: Meditation, Religionen, Spiritualität – das finde ich spannend. Und in allen diesen Bereichen spielt auch immer wieder das Faste eine Rolle.

Fasten kann sehr unterschiedlich aussehen: Fischfasten bei den alten Ägyptern wurde zu Fleischfasten bei den Christen. Aber es gibt viel mehr: Fernsehfasten. Handyfasten. Sogar Plastikfasten, wie vom BUND gefordert! Eine besonders beliebte Form ist das Heilfasten – eine nicht religiös motivierte Form des Fastens, die Körper und Geist reinigen soll. Hier gibt es in der Regel gar nichts zu essen.

Auf ein bisschen Zucker verzichten klingt dann doch vergleichsweise leicht. Also bin ich dieses Jahr beim Zuckerfasten mit dabei – aber mit meinen eigenen Regeln!

Nur kein Zucker wäre zu einfach!

Wenn ich ein Schälchen Gummibärchen und eines mit Chips vor mir stehen sehe, greife ich bei beiden zu. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich die Chips wählen.

Es gibt so viele leckere Lebensmittel, die ich trotzdem essen darf!

Deswegen wäre reines Zuckerfasten für mich fast zu leicht. Ohne Nutella, Schokolade und Zucker im Kaffee komme ich zurecht. Mein „Zuckerfasten“ ist definitiv auch ein „Salzfasten“: Keine Chips, keine Nüsse im Teigmantel, keine Flips – das wird sehr schwer für mich.

Meine persönlichen Regeln:

  • keine Süßigkeiten
  • kein zugesetzter Zucker (außer evtl. mal in Konserven)
  • kein künstlicher Süßstoff
  • nur natürliches Knabberzeug (Nüsse, Rosinen – Trockenobst ist erlaubt!)
  • so wenig verarbeitete Lebensmittel wie möglich

Was mich erwartet

Gespannt bin ich vor allem auf drei Dinge:

1) Ist meine Wille stark genug? Was ist bei sozialen „Verpflichtungen“, Geburtstagen im Büro, Einladungen & gut gemeinten Gesten?

2) Gibt es einen „Knall“; einen bestimmten Moment, bei dem sich in mir etwas radikal verändern wird? Keine Lust mehr auf Chips, eine innere Leichtigkeit – oder halte ich es, im Gegenteil, irgendwann einfach gar nicht mehr durch?

3) Wie geht mein Leben nach den 40 Tagen weiter? Ernähre ich mich bewusster, achtsamer, besser? Oder geht es so weiter, wie es vor dem Aschermittwoch aufgehört hat?

So oder so steht mein Entschluss, das Projekt Zuckerfasten ernsthaft anzugehen. Ein einziger Ausrutscher – auch wenn ich ihn natürlich vermeiden will – ist noch längst kein Grund, das Fasten ganz abzubrechen. Dieses Blogbeitrag ist so eine Art Versicherung für mich. Ich habe es nicht nur mit mir vereinbart, sondern auch nach außen kommuniziert. Guter Trick!

Um Euch in den nächsten Wochen auf dem Laufenden zu halten, werde ich zwei Updates schreiben: Eines nach der Hälfte der Fastenzeit, das andere zum Abschluss.

Wie sieht es bei Euch aus? Wer fastet auch – und wer möchte es mal gerne versuchen?

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Christopher Wilker
Lebens.Haus Team

Leben Heute & Morgen, Kulinarisches, Sportliches. Alltagsbeobachter, Genussmensch, Katervater und Sport-Enthusiast. Meditationsneuling.

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