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In der Mitte steht die Liebe

von | Dez 31, 2017 | 2 Kommentare

Wenn Gott auf die Evolution gewartet hätte, sähe es hier ganz anders aus …

.. vom Schöpfungswillen in allen Dingen

 

Das kleine Dilemma …

Ich sitze in einem Dilemma. Ich halte viel von einer modernen Evolutionstheorie und zugleich halte ich viel von einem Schöpfungsmythos, der dem Grund für alles Sein und der Kraft in allen Dingen einen Namen gibt.

Das Große Werden …

Das eine Mal nähere ich mich dieser Welt und diesem Kosmos mit den Beobachtungen, die mir die Biologie, die Geologie, die Astronomie, die Physik und die Neurowissenschaften an die Hand geben. Ich mache mir die stetig wachsenden Erkenntnisse und Wahrnehmungen der Ordnungsprinzipien und Entwicklungsschritte in den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zu eigen.

Das andere Mal nähere ich mich dem großen Werden über Geschichten und Mythen, die etwas zum Ausdruck bringen, was ich sonst nicht fassen könnte.

Es sind Geschichten über die Schaffung der Welt, die davon erzählen wie das alles begann. Es entstehen in mir Bilder und Deutungen von den Lichtern am Himmel, von den Gräsern und den Tieren, von der Werdung von Mann und Frau. Es sind Verdichtungen einer Wirklichkeit auf einer ganz anderen Ebene, sie sprechen mich in meinem Menschsein an, sie rufen mich mitten hinein in dieses Geschehen und geben mir einen Platz und eine Sinndeutung.

In der Mitte steht die Liebe …

Und dann geschieht noch etwas, was ich unbedingt über die Evolutionstheorie hinaus brauche. In den Gottes.Bildern und Gottes.Geschichten beginnt sich über die Jahrtausende eine Kraft zu entwickeln und entfalten, die davon erzählt, was diese Welt im Innersten zusammen hält und ihr Zukunft gibt.

Es ist die Liebe, die zunächst wie eine Morgendämmerung am Horizont auftaucht und dann mehr und mehr an Kontur und Aussagekraft gewinnt. In vielen Religionen ist von dieser Liebe die Rede. In der christlichen Tradition, in der ich aufgewachsen bin, gewinnt diese Liebe ihren stärksten Ausdruck in den Erzählungen von Jesus. Ja es geschieht eine weitere Verdichtung. Jesus wird zur zentralen Begegnung für jeden Menschen mit der Schöpfung und dem Schöpfer. Er formt diese Begegnung mit dem Urgrund neu. Er spricht vom Abba, lieber Vater, vom Weg, von der Tür, vom Wasser des Lebens, von den Wohnungen beim Vater und von dem Namen, den ich trage und bei dem ich zum Lieben gerufen bin.

Auf dem Weg erkenne ich mich selbst …

Das ist es, was ich suche, mich selbst, mein Wesen, mein So sein, meine Persönlichkeit. Ich begegne meinen Potentialen in diesen Geschichten. Es sind Potentiale zur Liebe und zum Hass, zur Freude und zur Trauer, zur Reife und Angst, zur Vergebung und zur Schuld. Diese Erzählungen sind der Spiegel einer Wahrheit, die immer wieder durch mich hindurch scheint und mich erreichen will. Diese Erzählungen sind Zeiten der Stille, Momente der Betroffenheit, es sind Worte, die sich für mich so verdichten, dass sie Gebete werden und es sind Begegnungen mit Menschen, die von dieser Wahrheit selbst berührt sind.

Realitäten aus einer größeren Wirklichkeit …

Und dann geschieht etwas Eigenartiges. So manche Dichtungen und Mythen aus der Bibel oder anderen heiligen Schriften bekommen für mich eine tiefe Wirklichkeit. Sie verändern mich, sie sind so real, dass ich danach greifen kann. Und es ist besonders die Begegnung mit diesem Christus, die nach mir greift. Es ist nicht mehr ein kindliches für wahr halten müssen, es ist ein immer wieder Kind sein dürfen. Es ist nicht mehr ein ängstliches Klammern an ein bestimmtes religiöses Wissen, es ist meine Erfahrung, Gott im Jetzt zu begegnen.

Es ist keine Religion, es ist mein Leben, in dem ich die Evolution in meine Gottes.Erfahrung einbinde.

Mein Dilemma löst sich auf …

Vielleicht ist es das was ich heute meinen Glauben nenne.

Es ist diese Begegnung mit meinem Gottes.Bild. Eine Begegnung, die im Jetzt leben und wirken will. In dieser Begegnung gewinnt alles Wissen um Evolution eine neue Dimension hinzu, die Dimension der Liebe, in der Entwicklung alles Seins.

Ja, ich glaube an Gott in meinen Gottes.Bildern und an die Entwicklung dieser Erde und dieses Kosmos in meinen Evolutionstheorien und ich ahne jenseits meiner Vorstellungskraft diesen Grund des Seins, der mich trägt.

Dir eine gute Zeit und aus beiden Welten das Beste.

 

Ein weiterer Beitrag, der sich darum dreht, wie alles zusammenhängt + Buchempfehlung findest Du hier: Von grünen Drachen und dem All

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Stefan Schuster
Lebens.Haus Team

Tatmensch, Visionär, Lebens-Architekt und Gestalter seiner Träume. Meditation, Spiritualität, Fotografie. Berührt von der Schönheit des Wahrnehmbaren und getroffen von dem, was Alles trägt.

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