Nach-Gedanken zu Pfingsten – Der Geist weht, wo er will

von | Jun 16, 2019 | 0 Kommentare

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Nach-Gedanken über Pfingsten

Der Geist weht, wo er will

Verortung

Ich sitze am Rand eines Gehölzes auf einem Baumstumpf. Vor mir erstreckt sich eine Wiese hinunter zum Dorf. Es ist eine Weidewiese, auf der vor kurzem noch Schafe geweidet haben müssen. Die Wiese gehört zu unserer Unterkunft, in der wir uns für drei Tage eingemietet haben. Als Lebenshaus-Team sind wir über Pfingsten hier in Klausur.

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Glockengeläut

In der Dorfkirche unten im Dorf läuten die Glocken und rufen zum Gottesdienst. Erinnerungen an meine Wurzeln werden wach. Ich blicke von meinem Baumstumpf aus, auf dem ich mich nieder gelassen habe, in Richtung Kirche und in Richtung Glockenturm, der sich wehrhaft gebärdet. Es ist eine schiefergedeckter Fachwerkkonstruktion, die sich ins Dorfbild von Kulchhof, nahe Kassel, gut einordnet.

Sollte ich jetzt dort sein, frage ich mich? Ja und Nein.

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Gedankensammlung zu Pfingsten

  • Gemeinsame Ratlosigkeit
  • Erwartungen im eigenen Erfahrungshorizont
  • Berührung mit dem Grund des Seins
  • Beauftragung zu sich selbst
  • Zukunft im Jetzt erfahren
  • Gemeinschaft aus der Leere geboren
  • Heilender Geist in mir und dir
  • Heiliger Geist in mir und dir
  • Heiler Geist in mir und dir
  • Aufgeweckt das Nächste wagen

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Erinnerungen an Pfingsterlebnisse

Pfingsten ist mir seit meiner Jugendzeit in Erinnerung. Es sind die Pfingsttagungen in Bobengrün, Zeltlager, Waldgottesdienste, Indiaka, Gemeinschaft.

Es sind Bekehrungsfeuerwerke, die sich auf uns ergossen haben, es ist die Erinnerung an die Sehnsucht nach einem Daheim beim großen Meister, es ist die Brücke, die so wortreich und so scheinbar greifbar angeboten wurde.

Pfingsten in meiner Erinnerung als Entlastung und Last zugleich.

Entlastung, weil ich ja nur den Weg gehen muss, der angeboten wird.

Last, weil die Bedingungen dafür ein Dauerschuldverhältnis mit Deutungshoheit außerhalb von mir und meiner Geist-Erfahrung begründen.

Der Geist weht, wo er will – das ist ein Schlüssel für mich geworden, um mich dem Pfingstgeschehen zu öffnen

Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.

Johannesevangelium 3, 8

Was mich mit Pfingsten verbindet

Pfingsten ist heute erlebbar. Dazu können wir die Bilder und Erfahrungen von damals in unsere Zeit übertragen und uns so tragen lassen.

Wenn Du noch einige Gedanken zu Pfingsten heute lesen willst, dann kannst Du es tun, in dem Du auf auf das Pluszeichen klickst.

Gedanken zu Pfingsten heute
Mein Pfingsten heute

Mein Pfingsten heute

Ich bin dankbar für die Zeit der ersten Erinnerungen an Pfingsten, die ich erleben durfte.

Erinnerungen an Pfingsten, die ich aber auch überwinden musste, um dem zu begegnen, was mir Pfingsten heute bedeutet.

Was uns in den Schriften des Neuen Testaments über Pfingsten berichtet wird ist mir ein schönes Bild für mein Pfingsterleben heute.

Ich übersetze mir die Bilder in meine Wirklichkeit und sie gewinnen wieder Kraft für mich nach vorne, die Kraft, die Pfingsten damals hatte.

Ich möchte einige Zeilen aus der Apostelgeschichte aufgreifen und dann mein Bild dazu malen.

An dieser Stelle in der Apostelgeschichte wird uns davon erzählt, wie Petrus sich an eine Menschenmenge in Jerusalem mit der ersten Pfingstpredigt wendet und ihnen davon erzählt, was er und die anderen Männer und Frauen an diesem Morgen erlebt hatten.

Für mich ist es eine Bereicherung solche Texte mit den Augen und dem Erleben von Heute zu lesen.

DIch habe mal einige Verse der Pfingstpredigt des Petrus heraus gegriffen und meine Gedanken dazu aufgeschrieben:

24 Den hat Gott auferweckt und hat ihn befreit aus den Wehen des Todes, denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde.

25 Denn David spricht von ihm (Psalm 16,8-11): »Ich habe den Herrn allezeit vor Augen, denn er steht mir zur Rechten, dass ich nicht wanke.

26 Darum ist mein Herz fröhlich, und meine Zunge frohlockt; auch mein Leib wird ruhen in Hoffnung.

27 Denn du wirst meine Seele nicht dem Reich des Todes überlassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe.

28 Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Angesicht.«

Apostelgeschichte 2, 24 – 28 (Lutherübersetzung)

Mitten hinein in meine Gedanken höre ich das Läuten der Krichenglocken erneut. Es ist eine knappe Stunde vergangen und wohl das Geläut zum Ende des Gottesdienstes oder zum Gebet.

Jetzt ist die Zeit das mitzunehmen und zu formen, was jeder heute morgen an diesem Pfingsten für sich gehört hat. Die Menschen, die den Gottesdienst besucht haben und auch ich, hier auf meinem Baumstumpf.

Und so schreibe ich meine Gedanken zu dieser Pfingstpredigt des Petrus nieder:

(zu Vers 24) Nicht mehr Festgehalten und Erstarrt

Pfingsten ist – Fluss des Lebens

Ich lasse los, was mich festhalten will

Ich lasse mich lösen, von meiner Fixierung auf meine Selbsttäuschung

Mein Leben fließt im Strom des Lebens

Jesus ist für mich ein Strom zum Großen Leben

(zu Vers 25) Verbunden mit dem Grund des Seins

Pfingsten ist – Verbunden sein mit Dir

Ich verbinde mich mit meinem Gottesbild

Ich lasse mein Gottesbild los und falle in den Grund des Seins

Du stehst neben mir und unter mir und vor mir und hinter mir

Du bist in mir und ich in Dir

(zu Vers 26) Leben im Jetzt mit allen Sinnen

Pfingsten ist – zwecklos herrlich

Ich bin ergriffen von Freude über den Duft des Lebens

Ich höre den Zauber meiner und Deiner Lebensmelodie

Ich schmecke die Frische des Morgens und die Hoffnung des Abendrots

Es gibt eine Stille bei Dir, die mich mit allem verbindet

(zu Vers 27) Leben über mein Morgen hinaus

Pfingsten ist – die neue Zeit und der neue Raum

Ich berge mich in Dir mit meinem Vergehen

Ich mache mich vertraut mit dieser Zeit, weil in ihr Deine neue Zeit wohnt

Ich mache mich vertraut mit dieser Erde, wie in ihr Deine neuer Kosmos wohnt

Mein Ende ist Dein neuer Anfang mit mir

(zu Vers 28) Leben im Heiligen Geist

Pfingsten ist – Leben im Heiligen Geist

Nicht das Besondere, sondern das tägliche ist voll mit Deinem Geist

Ich hebe einen Stein auf und Du bist da

Ich reiche eine Hand und Du hilfst

Ich vergebe und bitte um Vergebung und Du segnest

Pfingsten als Alltag

Was mich mit Pfingsten verbindet

Pfingsten ist heute und morgen, es ist die neue Zeit in dieser Zeit.

Pfingsten sucht den Bruder und die Schwester in allen Menschen, in aller Kreatur und in aller Natur

Pfingsten findet den Bruder und die Schwester im Atmen des einen Geistes über alle Kulturen und Religionen hinweg.

In diesem Geiste ein tägliches frohes Pfingsten.

Gerne freuen wir uns über Austausch über euer Erleben mit Pfingsten.

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Stefan Schuster
Lebens.Haus Team

Tatmensch, Visionär, Lebens-Architekt und Gestalter seiner Träume. Meditation, Spiritualität, Fotografie. Berührt von der Schönheit des Wahrnehmbaren und getroffen von dem, was Alles trägt.

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