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Von der Kunst zu Glauben und der Kunst zu Zweifeln

von | Apr 22, 2018 | 1 Kommentar

Von der Kunst zu Glauben und der Kunst zu Zweifeln

Woran ich glaube

Mir ist schon häufig ein Unterschied in der Lebensgeschichte von Menschen aufgefallen. Da gibt es die Einen, die zu dem Schluß kommen, für sie sei Glaube unverzichtbar. Und dann sind da die Anderen, die mit Glaube nur im Sinne einer Tradition, oder eben gar nichts anfangen können.

Es soll in dieser Geschichte von einer Art zu Glauben und zu Zweifeln die Rede sein, die jenseits von fromm oder nicht fromm steht. Es geht mir um die Notwendigkeit für jedes Leben, die Kunst zu Glauben und zu Vertrauen genauso zu erlernen, wie die Kunst zu Zweifeln und zu Misstrauen.

Ohne diese Eigenschaften enthalten wir uns etwas Wesentliches vor.

Ohne Übung in der Kunst zu Glauben und in der Kunst zu Zweifeln bleibt unser Zugang dazu oft in den Impulsen unserer Kinderzeit stecken.

Dabei hat jeder in seiner Geschichte einen anderen Übungsbereich, den er angehen muss.

Mein Weg

Ich bin früh mit dem Glauben in Berührung gekommen und es gab Zeiten, da wusste ich besser als der, den ich Gott nannte, was und wer „Gut und Böse“ ist.

Mein Weg führte mich über viele Jahre tief in den Zweifel hinein. Ich durfte die Kunst zu Zweifeln, und den einfachen Antworten zu misstrauen, erlernen.

Dabei hatte ich das Glück, dass ich Menschen begegnet bin, die mich nicht auf irgend einen Weg zurück führen wollten, sondern die mit mir nach vorne schauten, auf das, was für mich dran war:

  • Glauben loslassen
  • Einsamkeit zulassen
  • Enge wahrnehmen
  • Weite ergreifen
  • Sehnsucht spüren
  • Wunschbilder verabschieden
  • Boden unter den Füßen geschenkt bekommen
  • Vergebung empfangen
  • Liebe ahnen

um nur einige Stationen auf dem Weg zu benennen.

Und dann führte mich mein Weg über viele Jahre tief in den Glauben hinein. Ich durfte die Kunst zu Glauben, und den leisen Antworten in mir zu trauen, erlernen.

Dabei hatte ich das Glück, dass ich Gottes.Bildern begegnet bin, die genug Raum für meine Zweifel ließen und genug Nähe für Vertrauen gaben.

Für diesen Gott habe ich mein Glaubensbekenntnis geschrieben.

Du bist in allem und alles ist in Dir.

Du schaffst allem was ist, Leben und Licht, Raum und Zeiten.

Das Wort ist in Dir und Du wirkst im Wort und Dein Wort geschieht.

Du nennst, was werden soll, mit Namen und gibst jedem Werden seinen Ort.

 

Du nennst mich beim Namen und schaffst mir meinen Raum und meine Zeit.

Du schöpfst aus der Stille jeden Augenblick, jedes Jetzt, jede Welt.

Es gibt nichts, was aus diesem Jetzt herausfällt.

Du schaffst Realitäten, die mich Glauben und Zweifeln lassen.

Das, was ich im Glauben zweifle und was ich im Zweifel glaube, lebt jeden Augenblick aus Dir:

  • mein Leben
  • mein Lieben
  • diese Welt
  • dieser Tag
  • dieser Kosmos
  • diese Nacht
  • dieser Stern
  • diese Freude
  • dieser Schmerz
  • dieses Du
  • dieser Anfang und
  • dieses Ende

Ich glaube daran, dass sich Gottes.Bilder und Menschen.Bilder entwickeln.

Ich glaube daran, dass in der Nachfolge dieser Gottes.Bilder vielfältige Identität in meiner Zeit entsteht.

Ich glaube daran, dass es jenseits dieser Zeit eine Identität gibt:

  • ein großes Leben
  • eine große Vergebung
  • eine große Liebe,

in der wir und alles Geschaffene zu Schöpfern und Schöpferinnen des Heiligen werden.

 

Ich glaube daran, dass überall dort, wo Heilung und Versöhnung geschieht, Gott geschieht. In Jesus Christus ist mir ein Bild des Heilwerdens gegenwärtig.

In seinem Bild finde ich mein Bild und meine Geschichte entstehen.

 

Ich glaube daran, dass es nicht wichtig ist, wie ich ihn nenne. Ich glaube aber, dass es wichtig ist, dass ich dieses gerufen sein vernehme. Ich glaube daran, dass ich mich selbst in seinem Selbst, in ihrem Selbst, hören lerne.

 

Nenn es Gebet, nenn es Stille, nenn es Meditation oder Tun.

Es ist nur wichtig, dass Du dem nachfolgst und Dich dem hingibst, was Dich Dir selber nahe bringt.

 

Ich glaube daran, dass Du Deine Schöpfung mit Deinem Geist berührst und durchatmest und dass es nur dadurch mein Jetzt gibt.

 

Dein Geist ist wesentlich Wille und Weite für mich. Dein Geist ergreift mich, in dem ich Dir nachfolge. Dein Geist heiligt das Leben jedes Geschöpfes mit Raum und Zeit und Ewigkeit.

 

Amen

Lerne die Kunst, die für Dich dran ist

Wenn es für Dich dran ist, dann mache Dich auf den Weg Deine Art von Kunst zu lernen.

Wenn Du meinst, mit Deinem Gottes.Bild ist alles klar, dann lerne die Kunst zu Zweifeln.

Wenn Du meinst, es braucht keinen Gott, dann lerne die Kunst zu Glauben.

Ich kann Dir nur davon erzählen, dass es auf diesem Weg, egal wie alt Du bist, viel zu lernen und zu staunen gibt.

Vielleicht hast Du ja Lust und schickst mir mal Dein Glaubens.Bekenntnis auf Deinem Weg.

Dein Stefan

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Stefan Schuster
Lebens.Haus Team

Tatmensch, Visionär, Lebens-Architekt und Gestalter seiner Träume. Meditation, Spiritualität, Fotografie. Berührt von der Schönheit des Wahrnehmbaren und getroffen von dem, was Alles trägt.

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