MENUMENU

Segen, eine (W)Ort.Bestimmung

von | Feb 4, 2018 |

Was Dich die nächsten Wochen in dieser Reihe erwartet

Wir wollen in den nächsten Wochen für unseren eigenen Segen offen werden

In acht Schritten nähern wir uns dem Segen und nehmen unsere eigene Segensspur auf.
Die Bilder in dieser Reihe stammen von Salvador Dali in einer Bearbeitung vom Lebens.Haus

Segen, eine (W)Ort.Bestimmung

Aus der Reihe: Jeder Mensch hat einen Segen

Segen ist eine aufregende Sache finde ich. Er verbindet verschiedene Erfahrungsebenen über viele Jahrtausende der menschlichen Entwicklung.

Segen trägt immer ein Geheimnis in sich, dass nur mit unserem Herzen gehört werden kann, um wirksam da zu sein in unserer Existenz.

In dieser Blogreihe möchte ich dazu einladen, dem Segen im eigenen Leben nachzuspüren und ihm zu begegnen. Denn jeder Mensch hat einen Segen.

Unsere Erfahrung mit dem Segen

Vielleicht können wir aufs erste Hinschauen, Hinhören und Hinspüren nicht gleich greifen, was das mit dem Segen konkret bedeuten soll. Manchmal kommt es uns eher wie eine Sequenz aus einem Märchen vor, das wir zwar gerne hören, aber dann taucht dieser Segen schnell in eine etwas wunderliche nicht greifbaren Nebelwelt der Wünsche ab.

Nicht wenige Menschen empfinden irgendwo in sich eine Offenheit, wenn ihnen ein Segen zugesprochen wird. Die Worte verhallen aber schnell in unserer Rationalität oder wogen nur für einige Minuten in unseren Gefühlen ohne die Tiefe an Erfahrung und Kraft zu entfalten, die der Segen als Potential für uns in sich trägt.

Was ist Segen eigentlich?

Fast immer bringt Segen etwas zum Ausdruck, was sich einer rein rationalen Ergründung entzieht.

Segen will:

  • uns etwas zusprechen, was nicht in unserem Verfügungszugriff steht.
  • immer konkret und persönlich sein.
  • uns mit einer größeren Wirklichkeit und Kraft in Verbindung setzen.
  • sich ereignen und in unserem Leben auf die Welt kommen.
  • geglaubt und erhofft werden
  • unser Wesen durchdringen.
  • die Lebens.Linien ziehen, auf denen sich mein Leben schreibt

In welchen Zusammenhängen wird heute Segen zugesprochen?

In unserer westlichen Kultur ist Segen in verschiedenen Lebensstationen und Ritualen verankert.

An jedem Sonntag wird in unseren Kirchen der Segen Gottes den Besuchern am Ende des Gottesdienstbesuches zugesprochen.

Bei verschiedenen Lebensstationen, wie Taufe, Konfirmation, Kommunion oder Hochzeit hat der Segen einen festen Platz.

Auch Gebäude erhalten ab und zu zur Einweihung einen Segen.

Auch die letzte Station, die wir als Menschen hier durchlaufen steht mit dem Segen in Verbindung. Die Aussegnung schließt so zu sagen den Weg eines Menschen hier auf Erden ab.

Segen in der christlichen Tradition

In der Bibel st an die 400 mal von Segen die Rede. Es ist eine der zentralen Handlungen, die sowohl im Alten, wie im neuen Testament einen Wesenszug der Gottes.Erfahrung beschreiben. Dabei reicht der Gebrauch von magischem Verständnis bis zum Ausdruck einer tiefen Gläubigkeit, die sich Gott ganz hingibt.

Segen im religiösen Kontext ist die Seite der Münze, die dem Leben Raum und Grund gibt. Wer einen Segen empfängt und sich unter diesen Segen stellt, erweitert die Handlungsoptionen für sein Leben um die Dimension der Transzendenz.

Segen als “Schwarzes Loch

Segen beschreibt gleichsam ein „Schwarzes Loch“ in meinem Kosmos, an dessen Rand sich mein Leben hinein wagt in das Energiefeld meines Gottes.Bildes. Was ich auf der anderen Seite dieses “Schwarzen Loches“ erfahre kann ich nicht, wie bei meinem Gottes.Bild beeinflussen, es beeinflusst mich und mein Leben.

Segen, in diesem Verständnis, verändert nicht zuerst die Umstände meines Lebens, es verändert meine Wahrnehmung des Lebens und macht mich von innen her lebendig. Ich beginne mich unter dem Segen neu zu verstehen.

Wer Segen als einen Ersatz für das eigene Handeln versteht, gleichsam ein magisches Segens.Bild in sich trägt, wird häufig enttäuscht werden.

Segen verändert meine Realität, indem er sich mitten hineinstellt in das Abenteuer meiner Pilgerreise. Dieses Abenteuer geschieht jeden Tag sehr konkret. Wenn ich früh die Augen aufschlage, mich dehne und hineintrete in mein Jetzt, kann ich mich bewußt unter meinen Morgensegen stellen. Auch in meinem Tageslauf kann ich Stationen des Segens erfahren und wenn ich am Abend eintauche in den Schlaf ist der Abendsegen eine Brücke in die Nacht. Jeder Segen fügt meiner Pilgerreise durch den Tag ein neues Sehen hinzu, das mich begleitet. Ich stelle mich hinein in die Berührung mit dem was hinter meinem Leben steht, mit dem was mein Leben trägt, was mich unbedingt angeht.

Der große Segen als “Roter Faden

Segen ist immer eine Einladung zu diesem neuen Sehen. Segen ist da in jedem Leben, wie ein roter Faden. Segen hat viele Namen, Du hast bestimmt Deine eignen Worte dafür, wenn Du auf Dein Leben und Deine Geschichte schaust. Segen ist die Hauptspur in jedem Leben, hin zum eigenen Herzen, wo er uns weitet, auf den großen Segen hin.

Sich unter den Segen stellen heisst daher zuerst diesen “Roten Faden“ sehen lernen, der uns seit der ersten Stunde in unserem Leben begleitet. Es ist der Hauptpfad durch die vielen Windungen unserer Tage. Wenn wir dann zu bestimmten Ereignissen den Segen zugesprochen bekommen, dann ist das wie ein Erinnern an diesen großen Segen in unserem Leben.

Wir wollen die nächsten Wochen diese Reihe fortsetzten und Dich einladen über Segen in Deinem Leben nachzudenken. Gerne kannst Du uns etwas dazu schreiben, wie Du Segen erfahren hast oder erfährst. Schreib uns einfach eine Mail oder gib uns einen Kommentar.

Stefan Schuster on Facebook
Stefan Schuster
Lebens.Haus Team

Tatmensch, Visionär, Lebens-Architekt und Gestalter seiner Träume. Meditation, Spiritualität, Fotografie. Berührt von der Schönheit des Wahrnehmbaren und getroffen von dem, was Alles trägt.

GRATIS E-Magazin mit Deiner Newsletter-Anmeldung!

Abonniere unseren monatlichen Newsletter hier - als Dankeschön gibt es das kostenlose Lebens.Haus Magazin! 86 Seiten vollgepackt mit spannenden Themen.

Vielen Dank - Du hast den Lebens.Haus Newsletter abonniert!